Mittwoch, 3. April 2013

[Rezension] Dark Canopy - Jennifer Benkau

Titel: Dark Canopy
Autor: Jennifer Benkau
Buchreihe: Band 1
Verlag: script5
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 525
Preis: 18,95€
ISBN: 978-3839001448
Erscheinungsdatum: 1. März 2012



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Klappentext:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben.
Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime.
Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet.
Und sogar noch mehr...


Äußeres Erscheinungsbild:
Also um ehrlich zu sein hätte ich das Buch aufgrund des Covers nicht gekauft. Es gefällt mir persönlich nicht. Im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass ich das Buch gekauft habe. (Danke Klappentext!!)
Zum Buch passen tut das Cover schon. Der aufbrechende Himmel und vor allem auch der ausgetrocknete, spröde Boden spiegeln exakt die Landschaft im Buch wieder. Und das das Mädchen Joy sein soll wird auch klar.
Der Titel passt perfekt zum Inhalt, da gibt es absolut nichts zu meckern.


Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen. Aber es kam alles ganz anders.


Eigene Meinung:
Ich habe das Buch auf der Buchmesse Leipzig 2012 entdeckt und das Buch war ein absoluter Spontankauf. Danach habe ich es wochenlang vor mir hergeschoben. Es gab ja noch so viel anderes "interessanteres" zu lesen.
Ha, hast' du dir so gedacht, Sophie.

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. 
Die Welt in der Joy, die Percents und die Rebellen leben ist so komplex und gut durchdacht, dass ich jedes Wort förmlich aufgesogen habe. An jeder Ecke lauert eine neue Sache, die es zu begutachten heißt. Eine Dystopie, wie ich sie bis dato noch nicht gelesen habe. Die Zukunftsideen, die Percents, scheint in dem Dystopiedschungel aus Büchern noch die "Normalste" zu sein, aber wenn man lange genug liest, merkt man schnell, dass diese Zukunft grausamer als viele andere ist.

Die Geschichte ist so spannend und flüssig geschrieben, dass ich mir einbildete das Blut in meinen Adern zu hören. Mal schneller, mal entspannt ruhig und dann auch wieder als wäre ich auf einer Hetzjagd.

Die Charaktere mochte ich eigentlich alle. 
Die wilde Joy, die uns nicht als der typische selbstlose, aufopfernde Hauptcharakter verkauft wird. Sie hat ihre Schwächen und ihre Fehler, aber gerade das macht sie so "liebenswert". Joy ist seit langer Zeit mal wieder eine Person, die ich wirklich bedingungslos mag. 
Und Neél, ach Neél. Er war mir von Anfang an sympathisch. Auch er hat seine Ecken und Kanten, aber durch ihn habe ich schnell erkannt, dass in diesem Roman nichts einfach nur schwarz und weiß ist.

Und das ist auch die besondere Gabe von Jennifer Benkau. Sie hat alles so real und detailliert geschildert, Personen eine Form gegeben und es mir möglich gemacht, selbst den Nebencharakteren ein Gesicht und eine Persönlichkeit zu geben. 
Nur Matthial war mir nicht immer sympathisch und das sollte bestimmt auch so sein. Aus diesem Grund, mochte ich auch seine Kapitel nicht so.

Zur Liebesgeschichte: MEHR DAVON!!! Nicht nur von Jennifer Benkau wollte ich mehr (ich habe den Folgeroman ja auch bereits gelesen), auch andere Autoren sollten sich mal eine Scheibe abschneiden. Sie war nicht kitschig und kam scheinbar aus dem Nichts. Die Liebe zwischen Neél und Joy baute sich langsam auf und wirkte überhaupt nicht aufgezwungen. Zudem muss ich sagen, finde ich solche Liebesgeschichte, wo sich die Hauptcharaktere am Anfang hassen wunderbar (nur leider kriegen es viele Autoren dann nicht auf die Reihe glaubhaft aus Hass Liebe zu machen). Jennifer Benkau ist das gelungen. Diese Liebe, so zart, wie eine aufgehende Blume und dennoch unter einem schlechten Stern. Gut finde ich auch, dass sie nicht den Großteil der Geschichte einnimmt, sondern so "nebenbei" passiert.

Und dann das Ende. Ich habe mich so gequält gefühlt. Ich mag Cliffhanger nicht so. Und der hier war grausam. Ja den Zweck hat er sicher erfüllt: Ich wollte wissen wie es weitergeht, aber ich musste leider fast ein Jahr warten. Ich habe mich erstmal etwas leer gefühlt nach dem Ende. Böse, böse, Frau Benkau.





Fazit:
Die BESTE Dystopie die ich gelesen habe. Und dann auch noch aus deutscher Feder. Schon lange habe ich kein so gutes, spannendes und tiefgründiges Buch gelesen und ich habe mir vorgenommen, noch ganz viel Jennifer Benkau zu lesen.

 

Kommentare:

  1. Da kann ich dir nur zustimmen. Von der Liebesgeschichte wollte ich auch mehr. Mehr von
    Joy mehr von Neél mehr von allen!
    Jennifer Benkau hat eine echt erschreckende Welt erschaffen und mich zum Nachdenken engeregt.
    Leider habe ich Angst andere Bücher von ihr zu lesen. Aus Angst, dass sie mir dann doch etwas verdirbt. Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

    Küsschen, Ally

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    1. Ja das kann ich gut verstehen.
      Aber ich werde dennoch noch etwas anderes von ihr lesen. "Nybba" 1 liegt noch hier und "Stolen Mortality" lege ich mir auch bald zu. :)
      Dann kannst du ja noch mal schauen, was ich von dem Ganzen hielt. :D

      <3

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  2. Guten Morgen :)

    eine echt tolle Rezi über ein phänomenales Buch!! :) Hat mich auch total geflasht!
    Stolen Mortality hat mir auch gefallen ;)

    LG
    Jacqueline

    PS: schöner Blog, habe dir ein Follow dagelassen, vielleicht magst ja mal bei mir vorbeischauen?
    http://booknaerrisch.blogspot.de/

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    1. Hallo Jacqueline,
      vielen lieben Dank. Es ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher. Das fand ich auch gut, mal was anderes in der Welt der Vampire.

      Alles liebe
      Sophie

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie