Samstag, 27. Juli 2013

[Rezension] Gib mir meinen Stern zurück - Amanda Frost


Ich bedanke mich recht herzlich bei der Autorin für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Dieses Buch bei Amazon kaufen.






Dass ausgerechnet ein Chaot wie Rafael seinen Planeten Siria vor dem Aussterben retten soll, hätte er selbst nie für möglich gehalten. Und doch findet er sich plötzlich in München wieder, um mit der bildschönen, aber egozentrischen Schauspielerin Angelina Russo für Nachwuchs zu sorgen. Dummerweise gibt es nichts, was die bissige Diva mehr verabscheut als Kinder. Pech für Rafael – und Glück für Valerie, Angelinas Assistentin. Denn im Gegensatz zu ihrer Chefin ist sie zutiefst von dem attraktiven Mann mit den überirdisch strahlenden Augen fasziniert. Und spätestens als sie ein zottiges Tier in seiner Wohnung findet, das nicht von dieser Welt zu sein scheint, gerät ihrer beider Leben mächtig aus den Fugen.
(Quelle: Amazon)






Das Cover ist so typische weiblich, aber es gefällt mir sehr gut. (Lila ist meine Lieblingsfarbe!!) Und ich bin richtig begeistert, dass die Frau auf dem Cover auch tatsächlich so aussieht wie Valerie.
Der Titel ist auch schön, keine Frage, aber irgendwie wird mir der Zusammenhang zum Inhalt nicht klar. Vielleicht finden alle anderen ja einen Zusammenhang, aber ich eben nicht. Könnte auch an dem heißen Wetter liegen, da ist im Moment eh nicht viel Platz im Gehirn.









Bei Büchern, die im Weltall spielen (oder auch nur zum Teil) sind mir nicht immer ganz geheuer, da ich einfach befürchte, dass es zu wissenschaftlich wird. Dem hier ist aber nicht so. Es geht zwar ein bisschen um außerirdische Technologien, doch das ist alles sehr einfach verständlich.
Die Idee von "Gib mir meinen Stern zurück" gefiel mir aber auch Anhieb. Themen wie Mutterschaft und Kindernote gefallen mir meist recht gut und der Klappentext klang dazu auch noch nach einer sehr lustigen Geschichte.

Viel mehr Fantasy, als am Anfang und gegen Ende kommt nicht wirklich vor. Die Bewohner Sirias sind sehr menschenähnlich. Die Handlung ist von daher mehr die Handlung von einem Frauenroman, als von einem Fantasyroman. Diese phantastischen Hintergründe sind aber sehr gut ausgearbeitet und machen es mir möglich, mir Siria bildlich vorzustellen.

Der Schreibstil ist sehr locker und wahnsinnig unterhaltsam. Ich musste oft schmunzel oder lachen. Besonders die Idee, dass Rafael die Umgangssprache der Menschen nicht versteht war einfach köstlich zu lesen. Was habe ich so oft gedacht: " Was für einen Quark geben wir Deutschen eigentlich von uns?"

Rafael ist ein schrecklich sympathischer Außerirdische. Er ist witzig, charmant, kinder- und tierlieb und im Herzen noch immer ein kleiner Junge.
Der weibliche Hauptcharakter Valerie ist auch wirklich toll ausgearbeitet. Sie ist trotz ihrer beruflichen Position bodenständig geblieben und sie ist hart im Nehmen. Ich mag sie sehr.
Angelina hingegen fand ich etwas zu klischeehaft und sie war der typische zickige, divenhafte Star. Ich habe die ganze Zeit auf einen tieferen Charakter gehofft, doch mit ihrer kinderhassenden Art und den launischen Starallüren ging sie mir recht bald auf die Nerven.
Sämtliche Nebencharaktere fand ich klasse: ob nun Magier David, die beiden alten Sirianer oder das knuffige Mondbärchen Tristan (der übrigens viel zu wenig Screentime hatte).

Die anbahnende Beziehung zwischen Rafael und Valerie fand ich eigentlich ganz schön. Sie fängt langsam an und (natürlich) scheint sie zuerst unmöglich. Sehr sinnliche erotische Szenen wurden ganz wunderbar ins Geschehen integriert. Valeries Verhalten am Pool kann ich aber nicht nachvollziehen.

Das Ende war zwar sehr schön, aber leider auch vorhersehbar.








Ein lustiger, leichter Frauenroman, der perfekt in die warme Jahreszeit passt. Er hebt sich durch eine tolle Idee von anderen Chick-Lit Romanen ab, kann jedoch nur wenige unerwartete Wendungen aufweisen.

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