Freitag, 9. August 2013

[Rezension] Mein Herz zwischen den Zeilen - Jodi Picoult & Samantha van Leer


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»Hilf mir« – Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden?
(Quelle: Boje)





Das Cover finde ich richtig schön. Es ist aufgebaut wie eine Spielkarte und zu sehen sind das Mädchen als Prinzessin verkleidet und ein Junge. Doch es gibt noch viel mehr zu sehen: eine Explosion aus der folgendes herauszukommen scheint > Illustrationen, die so auch im Buch vorkommen und Buchstaben, die herauszufallen scheinen.
Der Titel ist auch sehr schön. So heißt nämlich das Märchen in dem Buch.
Die ganze Aufmachung von dem Buch finde ich toll. Drinne findet man wunderschöne Bilder und Illustrationen, die zum Text passen.




Ich liebe Märchen. Schon seit ich ein kleines Mädchen war. Umso interessanter fand ich die Idee, dass Märchenfiguren ein Eigenleben haben und es sogar satt haben den Menschen ständig das Gleiche auf die Nase zu binden.

Das größte Manko des Buches ist eindeutig die Handlung. Diese ist ziemlich langatmig und außer, dass Delilah versucht ihren Traumprinzen Oliver aus dem Buch zu bekommen, passiert auch nicht viel. Ich hätte mir gerne mehr Vielseitigkeit gewünscht. Da konnte auch der Erzählwechsel zwischen Delilah und Oliver und dem Märchen ansich nicht mehr viel herausreißen.

Delilah als Prota fand ich ganz gut. Sie ist sehr verträumt und eigentlich genauso wie wir Bücherwürmer. Da passiert es halt auch schon mal, dass sie ihr Herz an eine Figur aus ihrem Lieblingsbuch verliert. Wem von uns Lesern ist das nicht auch schon mal passiert? Ihre Reaktion auf die Tatsache, dass Oliver ein Eigenleben hat fand ich allerdings etwas naiv.
Ich finde es gut, dass Oliver nicht der typische Märchenprinz ist und eigentlich ein Angsthase ist. Leider ist er aber auch etwas Ich-bezogen.
Nebenfiguren wie der verzauberte beste Freund oder das Pferd ohne Selbstwertgefühl fand ich unterhaltend.

Die Liebesbeziehung zwischen Delilah und Oliver fand ich etwas unglaubwürdig, auch wenn es schon süß zu sehen war, wie Delilah versucht ihn aus dem Buch zu kriegen: Oliver als "Jungfrau" in Nöten.

Das Ende kam mir zu schnell. Dafür, dass Delilah und Oliver vorher viel zu viel versucht haben, war mir das dann doch zu viel. Naja, die Lösung des Problems war mir einfach etwas zu abgehoben.




Eine wunderschöne Aufmachung, innen und außen. So viel Herzblut steckt in der Aufmachung, leider habe ich eben dieses in der Geschichte etwas vermisst. Eine wundervolle verträumte Idee, die mir jedoch viel zu langatmig umgesetzt worden ist und der das gewisse Etwas fehlt.

1 Kommentar:

  1. Ich hab ja schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen und fand die meisten richtig gut. Leider scheint sie es bei ihrem Jugendroman ja nicht so ganz geschafft zu haben, ihre Idee umzusetzen. Aber ich glaube, ich werde das Buch trotzdem mal lesen.

    LG Michaela

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Hallo.
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Alles Liebe, Sophie