Mittwoch, 4. September 2013

[Rezension] Der Tod und die Diebin - Swantje Berndt


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Wer zum ältesten Syndikat der Welt gehört, sollte sich nicht in sein potenzielles Opfer verlieben. Daniel Levant ist ein Wiedergeborener, der sich Leben für Leben an die Bruderschaft der anonymen Meister bindet. Als er auf die Diebin Lucy Sorokin angesetzt wird, gerät er an die Grenzen seiner jahrhundertealten Disziplin. Fasziniert ihn zunächst ihre Skrupellosigkeit, muss er bald erkennen, dass Lucy sein Herz gestohlen hat.
Lucy ist Diebin aus Leidenschaft. Dass sie ausgerechnet dem Nachkommen eines gefallenen Engels einen magischen Ring stiehlt, wird für sie erst zum Problem, als der Nephilim den anonymen Meister Daniel auf sie ansetzt. 
(Quelle: Sieben)





Das Cover ist mal wieder wunderschön. Ich liebe die Cover vom Sieben Verlag einfach. Auch dieses hier strahlt wieder etwas düster-sinnliches aus. Und auch die Farbkombination von Blau und Grün ist wirklich gelungen.
Der Titel wurde auch sehr gut gewählt. Er ist sehr ungewöhnlich und macht deshalb unheimlich viel Lust auf den Inhalt. Er strahlt einfach Spannung aus.



Die Idee klang so außergewöhnlich, dass ich das Buch einfach lesen musste. Auch hat der Klappentext so wenig verraten und dennoch genug, dass ich einfach neugierig geworden bin. Auch die vielen guten Bewertungen haben natürlich dazu beigetragen. Im Nachhinein ist die Idee rund um die Diebin Lucy und den Wiedergeborenen Daniel wirklich eine Geschichte, die es so selten gibt. Die Idee kann auf ganzer Linie punkten.

Auch die Handlung verspricht Spannung. Diese spielt anfangs in Russland und dann in England. Das ist ein Mix den ich so nocht nicht zu lesen bekommen habe. Leider habe ich immer wieder Längen entdeckt, die ich vielleicht auch nur aufgrund der falschen Zeit für dieses Buch gefunden habe. Und ehrlich gesagt ging mir dieses Gesülze im Bezug auf Sex auf den Keks. Das war mir einfach zu hochtrabend. Vielleicht darf das bei mir da einfach nicht so süß sein. Wenn die Begriffe "Liebe machen" hin und wieder vorkommen, dann kann ich das noch verkrafen, aber wenn das jede gefühlte Seite abgedruckt ist, dann kriege ich leider Würgereflexe.
Auch sind mir einige Hintergründe zu wenig beleuchtet worden.

Und dann der Schreibstil, der war so gar nicht meins. So ausschweifend und fast schon poetisch. Tja, einfach nichts für mich, ich mag es auf den Punkt gebracht ohne Schleifen.

Die Charaktere bleiben im Gedächtnis.
Die kecke, aufgewegte Lucy, die zu stehlen weiß ist einfach unheimlich sympathisch. Von so einem netten Menschen lässt man sich halt eher beklauen, als von einem unfreundlichen.
Daniel ist mit Sicherheit auch ein sehr guter Protagonist, aber durch seine "Liebesbekundungen" konnte ich mich nicht richtig fokussieren. Aber das ist wahrscheinlich etwas Persönliches, dass das Sinnliche nicht sinnlich bei mir ankam.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Es kommt Spannung auf und unerwartete Wendungen. Die Gefühle von Lucy und Daniel werden ganz wunderbar deutlich.







Ein Buch, dass mit Sicherheit überzeugen kann, aber bei mir leider irgendwie einen schweren Start hatte. Schreibstil und bestimmte Wortwahl konnten mich nur mäßig überzeugen, aber die Idee ist einfach klasse.

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