Dienstag, 24. September 2013

[Rezension] Nenn mich einfach Superheld - Alina Bronsky


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Marek traut seinen Augen nicht, als er den Gruppenraum im Familienbildungszentrum betritt: ein Stuhlkreis mit sechs versehrten Jugendlichen, geleitet von einem unrasierten Guru mit sanfter Stimme und langem Haar. Ausgerechnet eine Selbsthilfegruppe! Marek dachte, er würde eine Lerngruppe fürs externe Abitur besuchen, und will mit der »Krüppeltruppe« nichts zu tun haben – doch schon ist er mittendrin und sein Leben steht Kopf.
(Quelle: KiWi)





Den Titel finde ich überragend. Der verspricht einen bittersüßen, tragischen Roman und macht einfach Lust auf den Inhalt.
Das Cover scheint am Anfang erstmal komisch zu sein, doch es hat einen Zusammenhang mit dem Inhalt, der Hund spielt nämlich eine wichtige Rolle.


Die Idee hinter diesem Roman finde ich wirklich außergewöhnlich. Viele verschiedene Jugendliche mit vielen verschiedenen Behinderungen und Problemen. Ich finde es spannend zu sehen, wie sie alle versuchen ihr Leben zu leben und vor allem wie sie in der Öffentlichkeit versuchen zurecht zu kommen.

Wäre die Handlung so gewesen, wie im Klappentext geschrieben, dann hätte das Buch so gut werden können.
Leider konzentriert sich nur ein kleiner Bruchteil auf die Gruppe. Viel mehr nimmt ein Todesfall die Haupthandlung ein und  die Probleme der Jugendlichen treten total in den Hintergrund.
Diese Wendung gefiel mir gar nicht. Ich habe einfach mit einem tiefgründigen Buch rund um diese Selbsthilfegruppe gerechnet und der Todesfall rund um den ungeliebten Vater kann mich einfach nicht so packen, wie es eine Geschichte rund um die Jugendlichen getan hätte.
Auch mir ist der Grund der Gruppe noch nicht klar geworden und ich wurde einfach nicht gepackt. Gefühle kommen so gar nicht rüber und der Schreibstil ist einfach auch nur wenig emotional und macht es mir nicht leichter.
Das Buch wurde für mich immer schlechter.
Es wurde zu viel angedeutet, zu wenig erklärt. Ich bin total verwirrt und die Entwicklungen waren mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

Der Schreibstil ist für mich leider nicht ganz so flüssig zu lesen, wie erhofft. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie ist die Wort-und Satzwahl etwas merkwürdig für mich und ich musste mich erst reinlesen. Mittlerweile geht es aber.

So richtig warm wurde ich mit Marek nicht. Sein Charakter bleibt für meine Verhältnisse recht oberflächlich und ich kann mich einfach nicht mit ihm identifizieren. Er ist einfach komisch drauf.
Auch die anderen Charaktere finde ich nicht so pralle. Janne ist mir einfach unsympatisch.

Das Ende ist einfach total merkwürdig. Ich habe es nicht verstanden.
Der Klappentext verspricht ein so tiefgründiges Buch und das habe ich nicht bekommen. Oberflächlich und viel zu abstruß, das war es. Was soll das? Was war der Sinn, was der Zweck?
Tja, das werde ich wohl nie erfahren.







Was war das? Diese drei Worte fassen das Buch ganz gut zusammen. Das war einfach merkwürdig und weit davon weg, was ich erwartet habe. Man sollte nicht mit einer tieferen Geschichte rechnen.

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich habe gar nicht mitbekommen, dass Alina Bronsky ein neues Buch veröffentlicht hat. Ihre vorherigen Bücher haben mir gut gefallen und auch von diesem Hier klingt der Infotext interessant. Ich denke, ich werde mal in der Bibliothek reinlesen. Vielen Dank also für den Hinweis auf das Buch :)

    Lg
    Jai

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    1. Hallo,
      ja das klingt auch interessant, aber der Inhalt war halt ganz und gar nicht das, was der Klappentext versprach.
      Mach das, vielleicht gefällt es dir besser. (Aber kauf es dir erstmal nicht, falls es dir doch nicht gefällt. ;D)

      Alles Liebe, Sophie

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie