Sonntag, 17. November 2013

[Rezension] Fesseln der Unvergänglichkeit - Karin Kolb

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Als sich die junge Aiyana in New York zum ersten Mal als Solotänzerin präsentiert, erleidet sie einen mysteriösen Unfall. Wer ist ihr geheimnisvoller Retter Leonardo? Und was will Helena, die Lichtgestalt aus dem Zwischenreich, von ihm? Ihre Freundin Moira warnt Aiyana davor, ihrem Herzen zu folgen, doch die Leidenschaft lässt sich nicht aufhalten, selbst dann nicht, als sie erfährt, dass Leonardo einer uralten Vampirfamilie angehört. Aiyana bereut ihre Entscheidung, als sich das indianische Symbol auf ihrem Rücken golden verfärbt und sich die Erfüllung einer schicksalhaften Bestimmung abzeichnet, die Aiyana nicht wahrhaben will. Ihre Verwirrung steigt, weil sie spürt, dass Leonardo etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war und mysteriöse Anschläge auf ihr Leben häufen sich …
(Quelle: bookshouse)





Das Cover ist in Ordnung. Nichts Besonderes, sticht nicht heraus.
Der Titel klingt nach einem Erotikroman. Ich finde er passt nicht zu dem Genre, er klingt einfach nur merkwürdig. (Auch wenn es nach dem Lesen schon einen Bezug zum Inhalt gibt.)







Die Idee finde ich wirklich gut, auch wenn das Alles so komplex ist, dass ich am Anfang ein bisschen Schwierigkeiten hatte das alles miteinander zu verbinden. Es kommen ein paar sehr gute Ideen zum Thema Vampir rüber. Leider war nur die Idee sehr gut, die Umsetzung nicht so sehr.

In der Handlung reiht sich ein Ereignis an das nächste. Es könnte so schön spannend sein, aber da einfach nur viel zu viel passiert hat der Leser gar keine Möglichkeit wirklich in die Geschichte inzutauchen.
Auch die Charaktere sind so sprunghaft, dass einfach die Möglichkeit abhanden kommt zu ihnen eine Bindung aufzubauen.
Szenenwechsel gehen abrupt vor sich und man findet sich immer wieder von Neuem in einer unbekannten Situation wieder.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall gut zu lesen und macht das Ganze zumindest lesbar.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dass hätte spannend sein können, war aber einfach nur verwirrend.

Aiyana als Protagonistin mochte ich am Anfang sehr. Sie schien einfach ein liebes, süßes Mädchen zu sein. Doch mit der Zeit wird deutlich, dass sie einfach nur naiv ist und sich viel zu schnell an die Menschen bindet. Sie ist einfach nur sprunghaft und ihre Besonderheit mit ihrem Mal und ihrer Familie erschien mir zu aufgezwungen.
Leonardo ist mir zu glatt. Ich mag solche Typen nicht. Er ist mir auch zu selbstzweifelnd und leidend.
Die Nebencharaktere blieben blass und ihre Motive waren nicht nachvollziehbar. Sie waren halt einfach böse. Grauzonen: Fehlanzeige!
Nur Moira mit ihrer negativen und skeptischen Grundhaltung hat mir relativ gut gefallen.

Was mir an der Beziehung aber nicht so gefällt wie schnell das auf einmal zwischen Aiyana und Leonardo ging. Erst war gar nichts zwischen den beiden und dann, Bumm, sie sind zuammen.
Tja nun ging leider der absolute Kitsch los. Ich dachte, ich muss an einem Zuckerschock sterben.
Leider haben sich die Beiden einfach viel zu sehr auf einander konzentriert und den anderen zum Lebensmittelpunkt gemacht.

Das Ende ist schnell abgehandelt wie das gesamte Buch. Auch hier steht die sexuelle Anziehungskraft und die kitschige Liebe zwischen Ayana und Leonardo im Vordergrund. Absolut vorhersehbar.







Eine Geschichte, an der einfach vorne und hinten nichts stimmt.
Unausgegoren und hektisch wirkt die Geschichte auf mich. Zu schnell wird alles abgehandelt. Die Charaktere sind blass und unleidlich. Es gibt nur Schwarz und Weiß.
Schade, die Idee hatte Potenzial.

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