Donnerstag, 14. November 2013

[Rezension] Sommer in Venedig - Joleen Carter

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Für die deutsche Studentin Rebecca geht ein Traum in Erfüllung: Sie darf in den Semesterferien in einem italienischen Luxushotel arbeiten, ausgerechnet in ihrer Lieblingsstadt Venedig. Die Mitarbeiter nehmen sie herzlich auf, in ihrer Freizeit befasst sie sich mit der Geschichte und den Bauwerken der alten Lagunenstadt. Alles scheint perfekt. Wäre da nicht Gregorio, der Sohn des Hotelbesitzers, mit seiner offensichtlichen Vorliebe für blonde Zimmermädchen. Immer wieder kreuzt er ihren Weg. Als sie ihm schließlich nachgibt und sich von ihm die Stadt der Liebe zeigen lässt, entdeckt sie seine wahre Seele. Sie ahnt nicht, dass sie sich damit eine Feindin geschaffen hat. Doch sie findet unerwartete Verbündete...
(Quelle: Amazon)





Das Gemalte auf dem Cover, die Gondel und der Hintergrund, finde ich wirklich hübsch. Das Foto mit dem Pärchen eher weniger. Das schaut einfach so arrogant und aufgesetzt aus.
Der Titel passt und macht Lust auf Urlaub in Venedig.







Die Idee klingt süß. Nicht über die Maßen originell, aber wirklich gut um sich in der kalten Jahreszeit ein paar warme Gedanken zu machen und für ein paar Stündchen ins warme Venedig zu entfliehen.

Zum Inhalt ist zu sagen: Ich finde es sehr angenehm, dass ich ohne viel drum herum (und langatmiges Geschwafele) in Venedig angekommen bin.
Nette und detailreiche Beschreibungen haben mich gleich nach Venedig entführt. Bei diesen charmanten Italienern habe ich unheimlich viel von der Geschichte erwartet, dies aber nur teilweise bekommen.
Leider habe ich nicht ganz so viel von Venedig zu sehen bekommen wie erhofft. Auch von den Italienern hat man nicht viel gesehen (mit ein paar Ausnahmen natürlich).

Der Schreibstil ist flüssig und es werden genau die richtige Anzahl an Details gegeben.

 Rebecca scheint mir ein toughes, selbstbewusstes, keckes junges Mädel zu sein und ich denke, sie wird mir mit ihrer lockeren Art noch viel Freude bereiten.
Gregorio scheint auf den ersten Blick sehr playboyhaft zu sein, aber es wird bald deutlich, dass er eigentlich mehr will.
Die Italiener- und Italienerinnen sind eigentlich alle sehr nett und sehr herzlich sein (auch hier natürlich ein paar Ausnahmen). Besonders das Pärchen im Hotel finde ich zuckersüß, auch den Papa von Gregorio hab ich ins Herz geschlossen. (Und seine kleine Nichte ist einfach nur schnuckelig.) Die blöde Pute Emilia kann ich hingegen nicht ausstehen.

Zu der Beziehung im Buch ist zu sagen, dass ich Rebeccas Anziehung zu Gregorio verstehen kann. Gregorio ist sehr interessant, gutaussehend, charmant und alles was ein Frauenherz begehrt. Auch zweifelte ich zwischendurch an Gregorios Gefühlen für Rebecca, was daran liegt, dass er nicht ganz durchschaubar ist und noch ein bisschen blass.
Ich finde auch, dass Rebecca ihr Misstrauen zu schnell über Board geworfen hat, sie zweifelt einfach noch zu sehr nach dem ersten Sex.
Mit der Zeit wird mir persönlich die Beziehung etwas zu kitschig.
Außerdem ist mir Rebecca fiel zu sehr auf ihren Gregorio fixiert und verliert dadurch ein bisschen ihre Selbstständigkeit.

Das Ende fand ich ein bisschen vorhersehbar und kitschig. Es war natürlich sehr süß und schön, aber die versteckte Aussage, dass nur Geld eine Fernbezeihung retten kann fand ich doch sehr schade.
Ich finde generell Gregorios Geld viel zu viel Aufmerksamkeit erhalten hat.




Im Großen und Ganzen eine leichte und sehr süße Liebesgeschichte. Hin und wieder wurde mir dieses jedoch zu kitschig und war für mich einfach too-much. Dennoch konnte ich für eine kurze Weile dem grauen Alltag entfliehen und im warmen Venedig landen.

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Alles Liebe, Sophie