Dienstag, 11. März 2014

[Rezension] Das Tattoo - Anthologie

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Fünf Autorinnen schlieβen sich zusammen, um über eine gemeinsame Leidenschaft zu schreiben: Tattoos!
Von witzigen Begebenheiten, phantastischen Elementen bis hin zur verlorenen Liebe und mysteriösen, ungeklärten Fällen umfasst die Tattoo-Anthologie mehrere abwechslungsreiche und spannende Geschichten, die in andere Welten entführen.
(Quelle: Amazon)





Das Cover ist eindeutig anders und hat mich sofort interessiert. Es hat fast etwas mangaartiges und das mag ich ja hin-und-wieder ganz gerne.
Kurz und knapp; das trifft auf den Titel zu und gibt wieder worum es geht.





MANUELA INUSA - Camden Town
Zwölf Jahre ist es her, dass Kendra ihr Leben als Ehefrau und Mutter hinter sich ließ, nur um vier Monate und ein Tattoo später wieder zu ihrer Familie zurückzukehren. Auch wenn sie fortan ihre eigenen Gefühle in den Hintergrund stellte, war da immer diese Sehnsucht ... nach Camden Town.
Nun holt die Vergangenheit sie jedoch ein und sie verschwindet erneut, dieses Mal soll es für immer sein. Aber kann man einfach dort weitermachen, wo man aufgehört hat?

Die Schreibweise hat mir von Anfang an mit ihrer Lockerheit sehr gut gefallen.
Jedoch finde auch ich den Inhalt sehr drastisch und die Prota extrem unsympathisch.
Ich kann das Handeln und Denken von keinem der Charaktere nachvollziehen und bin generell nicht sehr begeistert von der Handlung. Tut mir leid, aber so ein rücksichtsloser Ehebruch geht leider gar nicht.



 ROBERTA GREGORIO - G wie Greta, R wie Rocco
Rocco steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens: null Zukunftsperspektive, null Motivation. Er ist pleite und muss wieder bei Mamma im kleinen Ort im Süden wohnen, aus dem er vor vielen Jahren geflohen ist. Frauen in seinem Leben gibt es keine, auβer Greta, seine Jugendliebe, von der er plötzlich ständig träumt, zu der er aber seit damals keinen Kontakt mehr hat. Und dann ist da noch Fede, eine ehemalige Schulkameradin, die ihm vorschlägt, nach Greta zu suchen.
Wird Rocco Greta finden? 

 Hach eine tolle Geschichte. So sommerlich leicht und einfach nur romatisch schön. Ich mag die Idee und den Inhalt. Die Charaktere waren mir gleich sympathisch und wurden für die Kürze der Zeit wirklich toll ausgearbeitet. Und ein schnuckeliges Ende. *_*



 MIA BERNAUER - Silverlines
Du glaubst, es gibt keine Wesen, die deine Träume kennen? Dann haben die Traumdiebe gute Arbeit geleistet.
Die junge Jocelyn ist eine der letzten ihrer Art und gerät in die Fänge des charismatischen Illusionserschaffers Gabór. Hat auch er es auf deine Träume abgesehen? 

 Ja ja mehr davon bitte!
Das war genau meins. Ich liebe ja Fantasy und diese Kurzgeschichte hat definitiv Potenzial für einen Roman. Der Inhalt ist noch nicht so ausgelutscht.
Sehr tiefgründig für eine Kurzgeschichte. Sie liest sich sehr schnell und flott weg und ich war am Ende traurig, dass es schon vorbei war.



 NINA C. HASSE - Der Traum von Fliegen
Eigentlich wollen Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér einen vergnüglichen Nachmittag in "Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten" erleben, doch dann geschieht ein Unglück: Eine Artistin stürzt während ihres Auftritts ab und stirbt. Ein Unfall – oder nicht?
Bei ihren Ermittlungen in der Zirkustruppe stoßen die beiden auf zahlreiche Ungereimtheiten und einen Gegner, der ihre Nachforschungen mit allen Mitteln verhindern will … 

 Krimis sind ja eigentlich nicht so meins und historische Geschichten müssen schon das gewisse Etwas haben oder zur richtigen Zeit spielen, um mich begeistern zu können.
Die Thematik rund um dieses Wudnerkabinett und die "Freakshow" finde ich jedoch sehr interessant und ich war sofort in der Geschichte gefangen.
Steampunk ist mir meistens auch zu großspurig und zu mechanisch, hier fand ich die kleinen Andeutungen und Details jedoch genau richtig.
Alles in allem konnte mich die Geschichte wirklich fesseln, überraschen und überzeugen.

 

ARWYN YALE - Oscar
Josies Schwester Isabell verschwand vor einem Jahr spurlos auf der Rückfahrt von Köln nach Hamburg. Seitdem quält Josie die Frage, ob sie ihr altes Leben hinter sich lassen wollte, oder ob ihr etwas zugestoßen ist. Doch hätte sie wirklich ihren kleinen Sohn zurückgelassen?
Das ohnehin angespannte Verhältnis zu ihrem Vater belastet Josie zusätzlich.
Auf einer Familienfeier kommt es zum Eklat und das Geheimnis um Isabell scheint eine unerwartete Wendung zu nehmen ... 

 Bei dieser Geschichte bin ich ein bisschen gespalten.
Die Idee, die Charaktere und der Schreibstil sind wirklich top.
Jedoch hat mir das offene Ende nicht gefallen (die gefallen mir selten).
Ich denke, hier wäre ein längerer Text besser gewesen und hätte dem offenen Ende gut getan.
Ich denke einfach, dass Idee und Inhalt ein bisschen zu tiefgründig für eine Kurzgeschichte sind.




Fünf Kurzgeschichten, die alle sehr unterschiedlich sind. Es werde diverse Genre abgedeckt und es ist für jederman etwas dabei. So unterschiedlich wie sie auch sind, so haben sie eines gemeinsam: das Tattoo. Jeder der Hauptcharaktere hat eines in einer gewissen Art und Weise und diese spielen mal eine kleinere und mal eine größere Rolle, doch sie haben alle einen ganz bestimmten Sinn und Zweck.



Kommentare:

  1. Oh toll, ds E-Book habe ich auch gelesen. Und ja die erste Geschichte war so gesamt betrachtet wirklich nicht stark, aber dafür fand ich die anderen auch echt toll! Von einigen wünsche ich mir eine Fortsetzung!

    LG Piglet ♥

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    1. Ja, du warst ja bei der Leserunde auch mit dabei. :)
      Ich mir auch.

      Alles Liebe, Sophie

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie