Samstag, 28. Juni 2014

[Rezension] Elemente der Schattenwelt. Blood & Gold - Laura Kneidl

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Auch wenn sie sich der Menschheit nicht zu erkennen geben, weilen sie doch unter uns: Geister, Dämonen, Vampire und andere Kreaturen der Nacht. Nur wenige Menschen wissen von ihrer Existenz und noch weniger haben die Fähigkeit, gegen sie anzutreten. Dass Cain eine von ihnen ist, erfährt sie erst mit ihrer Volljährigkeit – wie ihre Mutter soll sie nun als Blood Huntress Vampire jagen. Dies wäre jedoch so viel einfacher, wenn man ihr nicht gerade den unnahbaren Krieger Warden an die Seite gestellt hätte, der furchteinflößender sein kann als die Vampire selbst… 
(Quelle: impress)





Ich liebe den Titel. Der Reihentitel ist einfach grandios. Passt wunderbar und klingt mystisch und düster. Und dann der Titel zu diesem Reihenauftakt. "Blood & Gold", bezieht sich einmal auf die Vampire und dann noch auf die Bloodhunter (deren Element Gold ist).
Und das Cover passt auch einfach perfekt. Zu sehen sind Cain und Warden. Auch hier ziehen sich die Farben und Symbole der Bloodhunter durch. Sehr kontinuierlich.






Die Idee finde ich gelungen. Altbekannte Ideen wurden mit Neuen vermischt und es ist eine sehr gute Mischung dabei heraus gekommen und ich fand es wahnsinnig interessant zu sehen, wie die Welt zusammengebastelt wurden ist. Besonders die Aufsplittung der Hunter in verschiedene Gruppen empfand ich als grandios und ich hoffe noch viel mehr von allen 5 zu erfahren.
 Besonders die Idee zur Bunkersituation hat mir gut gefallen.

Die Handlung geht rasant vonstatten und man wird schnell in die Welt von Cain entführt und begleitet sie stetig auf ihrem Weg.
Jedoch hätte ich hätte gerne am Anfang mehr zum Thema Gentests und die 5 Gattungen erfahren.
Regeln werden gebrochen und Verbote ignoriert. Schon bald wird deutlich, dass sich Cain und Warden nicht so richtig einorden wollen oder können und sind deshalb ganz vorne mit dabei, als sich der "Villain" dieses ersten Bandes enthüllt.
 Als besonders positiv möchte ich die Verhandlungsszene hervorheben. Die Argumentation, die die Autorin Cain eingehaucht hat war einfach toll. Wunderbar durchdacht und logisch und nur grandios zu lesen. Die pure, richtige Kameradschaft.
 Ich fand die detallierten Beschreibungen wirklich gut. Ich mag es wenn auch relativ brutale Szenen nicht kleiner geschrieben werden als die anderen Szenen, das macht ein Buch gleich glaubhafter, vor allem natürlich wenn es sich um ein Fantasybuch geht, indem Kämpfe sehr wichtig sind.

Cain hat mir mit ihren lebenslustigen und bodenhaften Art sehr gut gefallen. Sie wirkt einfach wie das Mädchen von nebenan und ihre Internetverbindung wollte zwar am Anfang nicht so richtig in die Hunterwelt passen, aber lustig ist es schon.
Und Warden; ich mag meine Typen grüblerisch und mürrisch. Harggh, besonders wenn sie dann auftauen und ihre raue Seite abrauht. Sein Wunsch nach Rache fand ich nachvollziehbar, auch wenn seine Handlungen diese zu bekommen manchmal schon sehr weit gingen. Mit der Zeit realisiert er, dass er relativ rücksichtslos handelt und entwickelt einen gewissen Beschützerinstinkt gegenüber Cain.
Ich finde es gut, dass die zwei alles andere als perfekt sind, das macht sie authentisch und realitätsnah.
Jules hat mir sehr leid getan, aber seine ersten medizinischen Schritte habe ich gespannt verfolgt und auch sein weitere Lebensweg scheint ja nur so mit Spannung gespickt zu sein, auch wenn ich befürchte, dass Gewissenskonflikte nicht ausbleiben werden,

Cain und Warden haben mir hier und da ein ein dümmliches Grinsen ins Gesicht gezaubert.
Ihr anfängliche gegenseitige Abneigung war einfach fast körperlich zu spüren. Aber ihre bissigen Kommentare haben mich zum kringeln gebracht.
Mit der Zeit kommen sie sich näher, ihre Verbundenheit wird stärker und sie vertrauen einander immer mehr. Dieser Prozess verläuft normal und ist nicht überstürzt.

Ich fand das Ende grandios! Die Lösung rund um Jules, Cain und Warden war einfach gelungen.
Manchmal sind es halt nicht die Guten die die Welt retten und die vermeintlich Bösen haben doch ein Herz. So mag ich das. Grauzone sind halt einfach besser als nur Schwarz und Weiß.
Und tot heißt noch lange nicht tot. Mit dieser einen Wiederauferstehung hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

 Das im nächsten Band übrigens zwei komplett neue Charaktere kommen finde ich gut, so können wie die Hunterwelt ganz genau kennenlernen. Leider hätte ich gerne hier und da ein bisschen mehr zu einzelnen Strukturen der Bloodhunter erfahren, aber ich hoffe ja, dass wir alte Peronen vielleicht hier und da in den Folgebänden nochmal zu Gesicht bekommen.




 Dieser Auftaktband hat mich mit seiner tollen Idee, den realistischen und gut konzipierten Charakteren und der spannungsreichen Handlung komplett überzeugt.
Einzige und allein die Hintergrundinformationen sind mir hier und da ein bisschen zu kurz gekommen, aber ich denke, dass dazu noch mehr in den Folgebänden gesagt werden wird.

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