Donnerstag, 30. Oktober 2014

[Rezension] Delia. Die saphirblauen Augen - Mia Bernauer

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Oktober …
Delia Winter studiert an der Universität Houston Architektur. Ihr Leben ist fast sorgenfrei – aber eben nur fast. Sie ist eine ganz gewöhnliche Einundzwanzigjährige mit Träumen, Idealen und Hoffnungen. Doch aus unerklärlichen Gründen erscheinen ihr Nacht für Nacht seltsame Alpträume. Oder sind es vielleicht doch keine Alpträume? Hinzu tritt Leander Jackson – den ein rätselhaftes Auftreten umgibt. Er vertraut ihr ein Geheimnis an, welches ihr gewöhnliches Leben zum Einsturz bringt. Sie gewinnt durch Leander zunehmend Einblick in eine ihr fremde Welt – die Welt der Halbwesen. Delia steht wahrscheinlich vor ihrer schwierigsten Entscheidung. Sie muss sich entscheiden, Teil der magischen Welt zu werden oder sie für immer zu vergessen …
Was, wenn sie sich nicht entscheiden will?
(Quelle: Mia Bernauer)





Phantasievoll und magisch ... das ist das Cover. Ich mag es sehr, auch das träumende Mädchen gibt gut die Traumwelt von Delia wieder. Ich finde auch den äußeren Zusammenhang zwischen den drei Büchern gelungen.
Auch der Titel passt zu dem Genre, dem Inhalt und steht im Zusammenhang mit dem Farben auf dem Cover.






Die Idee hat mich sofort angesprochen. Seit Nalini Singhs Gestaltwandlerreihe bin ich von diesen Wesen fasziniert und regelmäßig enttäuscht, dass sich deren Präsens in Büchern auf Werwölfe beschränken zu scheint.
Dementsprechend war ich auf Frau Bernauers Ideen gespannt und fand mich schon bald in einer verborgenen Welt voller Geheimnisse, Mysterien, Prophezeihungen wieder.

Die Handlung im ersten Drittel ist recht schleppend und mangelhaft umgesetzt. Die Personen wirken hölzern, die Handlung aufgesetzt und Spannung kam auch noch keine auf. (Hier und da hatte ich ein Déjà-vu a lá Twilight, doch mit Tiefe und Intensität der fortschreitenden Geschichte verblassen diese Ähnlichkeiten nach und nach. Sobald dann auch die magischen Wesen auftauchen und Delia mehr und mehr über die magische Welt und ihren Platz in dieser erfährt, desto mehr geht es bergauf mit der Geschichte. Spannung kommt auf und es wird richtig fesselnd. Zum Ende hin möchte man das Buch dann gar nicht mehr zur Seite legen.

In "Das Tattoo" habe ich Mia Bernauers Schreibstil geliebt und die Seiten flogen nur so dahin. Aber hier war irgendwas anders. Der Schreibstil wirkte froßflächig sehr abgehakt und doch zu umgangssprachlich. Er war einfach zu einfach und hat sich zäh hingezogen. Was ist da passiert? Dadurch wirkten die älteren Semester teilweise sehr jung und naiv. Mit dieser Schreibweise erschienen einige Situationen als zu geplant und konstruiert und der Lesefluss war etwas gestört.
Mit der Zeit wurden diese Szenen jedoch lesbarer und der Schreibstil entwickelter sich endlich mehr in die Richtung von "Das Tattoo".
Ich hoffe, das waren einfach nur Startschwierigkeiten in dieser Trilogie und im zweiten Teil findet sie zu ihrer Schreibstärke wieder.

Die Charaktere sind anfangs recht geheimnisvoll und decken nach und nach erst ihre Charaktereigenschaften und natürlich ihre Geheimnisse auf.
Delia gefiel mir gut, sie ist ein liebes, süßes Mädchen. So ein bisschen das Mädchen von nebenan. Meistend handelt sie bevor sie denkt und leider ändert sie auch gerne ihre Meinung.
Leander sollte so ein ein bisschen Bad Boy mit soften Kern sein. Leider hat mir sein wechselwarmes Verhalten hier und da ein bisschen aufgestoßen, ich fand ihn manchmal ein bisschen creepy.

Delia und Leander passen aber gut zusammen. Ihre Charaktere ergänzen sich gut.

Lange weiß der Leser nicht was er zu erwarten hat und am Ende knallt es dann auch schön. Das macht neugierig auf Band 2, denn Anfangsschwierigkeiten wurden ja großteils aus dem Weg geräumt.




Nach einem holprigen Start aufgrund des Schreibstils und einer zu aufgesetzten Handlung nimmt das Buch langsam an Fahrt auf, bessert Ungereimtheiten aus und wird lesenswert.

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