Sonntag, 23. November 2014

[Rezension] Lisanne - Julia Beylouny

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Lisanne liebt Bücher über alles. Sie ist der Meinung, dass es Männer wie die Helden in Luke Masons Romanen im wahren Leben nicht gibt. Als ihr durch Zufall ein unfertiges Manuskript in die Hände fällt, verliebt sie sich in Chain, den Protagonisten. Logan kann nicht schreiben. Seit einem Jahr arbeitet er auf Wildflowers Hill, der Farm von Lisannes Eltern. Auf den ersten Blick lebt er ein schlichtes Leben. Auf den zweiten Blick hat er mehr als ein Geheimnis. Und Lisanne macht kein großes daraus, ihn nicht ausstehen zu können. Als die beiden für ein Wochenende zu einer Rinderschau nach Bristol fahren müssen, nehmen die Dinge ihren Lauf ...
(Quelle: neobooks)





Das Foto vom Cover ist ja an sich sehr schön, aber für ein Cover ist mir das zu schlicht, auch das Grün vom Schriftzug passt mir nicht genug zum Grün des Gras.
Der Titel ist auch recht einfach; der Name der Protagonistin. Aber ich finde das ist in Ordnung.






Als mich Julia gefragt hat ob ich ihr Buch lesen möchte konnte ich nicht nein sagen. Die Idee klingt einfach wie gemacht für eine Buchliebhaberin wie mich. Wie gerne würden wir uns einfach einen Protagonisten aus dem Buch schnappen und ihn nie wieder gehen lassen. 
Und dass ich auf Hasslieben stehe ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr und ich war gespannt zu sehen, wie Lisanne, die in ihrer eigenen Welt lebt, und Logan, der rational ist, aneinandergeraten und sich dann verlieben.
Auch die Idee rund um Landwirtschaft und Rinder fand ich ziemlich genial, denn so etwas habe ich bisher noch nicht wirklich in Romanen gefunden.

Der Inhalt ist ziemlich detailliert und gibt einen guten Einblick in die Welt rund um Lisanne. Wir erfahren alles ganz genau durch sie: die Landschaft ist träumerisch gezeichnet, die Buchinhalte spannend wiedergegeben und die Handlung der Geschichte geht ruhig voran. Längen habe ich keine gefunden und auch wenn das Buch mehr auf Gefühle, als auf Spannung setzt, so habe ich meine Zeit in Cornwall sehr genossen.
Ich persönlich fand die Fantasyelemente rund um Chain überflüssig, da das Buch auch ohne schön genug ist. Diese übersinnlichen Geschehnisse haben meiner Meinung nach hier nicht reingepasst: das Buch ist einfach sehr rational aufgebaut. Auch fand ich den Wechsel zwischen Realität und Romanleben sehr verwirrend und zu sprunghaft. Die Vermischung zwischen Romanleben und Realität wurden, ohne Frage, gut von Frau Beylouny durchdacht, aber meinetwegen hätte man das auch weglassen können und die Geschehnisse anders einbeziehen können. Das Buch wear einfach den Großteil der Geschichte als Liebesroman ausgelegt, so dass ich die Einwebung von Chain und Co. als störend empfand.

Der Schreibstil ist sehr bunt, emotional und greifbar und dennoch sehr flüssig und gut lesbar.
Wie bereits im Inhalt kurz erwähnt, waren mir machmal die Sprünge zwischen verschiedenen Szenen zu abrupt und ich musste noch einmal den Satz davor lesen um diesen Sprung wirklich mitzubekommen.

Die Charaktere sind allesamt facettenreich und selbst die Nebencharaktere sind so gut ausgearbeitet worden, dass ich mir immer ein genaues Bild von Ihnen machen konnte.
Lisanne ist ein verträumtes Mädchen, dass regelmäßig die Welt um sich herum vergisst, wenn sie liest. Am Anfang erschien sie mir gerade deshalb ein bisschen naiv, da sie doch arg in ihren Bücher versinkt. Mit der Zeit wird sie sympathischer, sie taut auf, hat ein paar gute Sprüche auch Lager und packt mit an. Jedoch verliert sie nie ihre kreative Seite und bleibt doch sehr ruhig.
Logan ist wortkarg,  arrogant und hält gerne Distanz zu anderen Menschen. Jedoch wird von Anfang an deutlich, dass da mehr ist und deshalb hatte ich ihn von Anfang an sehr gerne.

Die Beziehung zwischen Lisanne und Logan verläuft glaubhaft, nichts ist überstürzt und es wird deutlich, dass sie sich doch nicht so sehr hassen, bevor überhaupt etwas zwischen den Beiden passiert.
Allein Lisannes Reaktion bei der Pferdeshow am Ende fand ich unglaubwürdig. Wenn mir das passiert wäre, was ihr passiert wäre, dann wäre ich echt sauer gewesen und nicht so leicht verzeihend. Ich glaube ich hätte echt eine Szene gemacht.

Am Ende des Romans war ich zufrieden gestellt und habe den Reader glücklich ausgemacht.




Ein wirklich schöner Roman, der sehr bildlich ist und in dem man einfach verschwinden kann. Allein die Fantasyeinbindungen haben mich hier nicht gänzlich überzeugt.

Kommentare:

  1. Hey!

    Deine Rezension klingt zwar gut, aber ich finde, dass die Charaktere von deiner Beschreibung her so.. klischeehaft rüberkommen :/ Sind sie so schlimm und üblich wie sie klingen oder ist da noch mehr dran? :)

    Nadja ♥

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    1. Hey. :)
      Nein sie sind ganz und gar nicht klischeehaft. Grunzüge halt, aber an sich sind sie sehr detailreich und legen vor allem auch eine gute Entwicklung hin.

      Alles Liebe <3

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Hallo.
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Alles Liebe, Sophie