Dienstag, 27. Januar 2015

[Rezension] Weil Liebe immer stärker ist - Anna Fricke

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„Du schuldest mir ein Leben“, flüsterte sie voller Verachtung zu der Suzuki.
Seit dem Motorradunfall hat Lily Angst vor der Autobahn. Sie entschließt sich zu einer Konfrontationstherapie, doch dann verliebt sie sich ausgerechnet in Sven, ihren Fahrtherapeuten.
Dumm nur, dass dieser bereits in festen Händen ist. Während Sven mit seinen Gefühlen ins Hadern gerät, setzt die Frau an seiner Seite alles daran Lily aus seinem Leben zu vertreiben. 
(Quelle: Amazon)




Das Cover haut mich nicht wirklich vom Hocker. Es schaut einfach zu unprofessionell aus. Die Idee mit dem Schattenpaar im Vordergrund und dem Sonnenuntergang finde ich gut, aber die Übergänge sind leider zu hart, es fehlt irgendwie eine Ebene.
Der Titel passt perfekt zum Inhalt und wird genauso auch im Buch wieder aufgegriffen.





Was das Cover am Anfang nicht schaffen konnte, hat dann die Idee geschafft. Die hat mich nämlich sofort überzeugt und ist wie aus dem Leben gegriffen. Es gibt mittlerweile viele Liebesromane mit dem gleichen Inhalt. Aber hier gibt die Thematik der "Angsthasenfahrschule" dem ganzen einen ganz besonderen Touch.

Die Handlung wird abwechselnd von Sven und Lily erzählt und der Leser erfährt dadurch einen guten Einblick in die Leben und Gefühle der beiden Protagonisten. Die Handlung ist simpel gehalten und nicht unnötig aufgebauscht. Leider blieb dadurch der Tiefgang ein bisschen auf der Strecke. Mein liebster Teil des Buches war die "Stalker" Geschichte rund um Lily.

Der Schreibstil an sich war angenehm zu lesen,  jedoch fand ich manche Satzbauten zu konstruiert und der Lesefluss hat ein bisschen darunter gelitten.

Lily mochte ich von Anfang. Sie wurde von der Autorin liebevoll ausgearbeitet und ist ein bisschen das Mädchen von Nebenan. Sie hat eine traurige Vergangenheit und auch wenn man mit ihr mitfühlt, so hat man doch nie Mitleid mit ihr. Als Leser hofft man einfach, dass sie bald ihr Glück findet.
Leider empfand ich Sven als komplett ungeeignet für dieses Glück. Für mich handelte er zu sprunghaft ohne wirklich zu wissen was er will. Er ist mit Sicherheit ein lieber Kerl, aber er verhält sich einfach komplett falsch gegenüber den beiden Frauen in seinem Leben.
Jessica ist ein eifersüchtiges Miststück, dass einfach unlogisch handelt. Sie springt ganz fix von der lieben Freundin zu Stalkerin um. Mochte ich sie als Person so gar nicht, so hat sie mit ihren kleinen Eifersuchtsanfällen doch zumindest ein bisschen Spannung in die Sache gebracht.

Sobald sich Sven und Lily begegnen sind sie verliebt. Klar, Liebe auf den ersten Blick halt. Aber mir ging das dann doch alles viel zu schnell. Für mich ist es einfach unverständlich wie man für jemanden so schnell so viel empfinden kann und demjenigen auch noch vertraut. Leider hat mir die Liebesgeschichte so überhaupt nicht gefallen und das ist bei so einem Buch, wo die Beziehung der Dreh- und Angelpunkt ist, natürlich ungünstig. Ich bin mit Sicherheit nicht der romantischste Mensch der Welt, aber eine schöne Liebesgeschichte kann selbst mich aus meiner Schale locken. Leider empfand ich diese hier als unglaubwürdig und zu konstruiert.

Das Ende ist halt typisch für diese Art von Roman, ohne jegliche Überraschungen. (Was für mich vollkommen okay ist, man hat ja schon bestimmte Erwartungen in diesem Genre.)






Ein Liebesroman steht und fällt mit seiner Liebesgeschichte und eben diese hat mir Schwierigkeiten bereitet. Das Buch an sich war kurzweilig und gut zu lesen, aber Sven und Lily als Paar haben mich leider nicht überzeugt.

Kommentare:

  1. Hey :)
    Eine schöne und nachvollziehbare Rezension. Das Buch hört sich eigentlich ganz gut an, aber schade, dass die Liebesgeschichte nicht so toll war, dass ist ja bei so einem Buch eigentlich immer das wichtigste. Obwohl ich eifersüchtige Freundinnen ja oft ganz amüsant finde. :D
    Liebe Grüße,
    Jana

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    1. Hallo,
      vielen lieben Dank. :)
      Ja es hat auch eine tolle Idee. Mhh, es gibt ja genügend die die Beziehung gut fanden. :)
      Lies es ruhig mal selbst, vielleicht kommt die Liebe bei dir besser an. Geschmäcker und Empfindungen sind ja unterschiedlich.

      Alles Liebe
      Sophie

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Hallo.
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Alles Liebe, Sophie