Sonntag, 11. Januar 2015

[Rezension] Wenn zwei es wagen - Linne van Sythen

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Gerade noch tief verfeindet, müssen sich die beiden Zwillingsschwestern Andrea und Franka ein gemeinsam geerbtes Haus teilen. Wenn schon, denn schon – so die Devise der Schwestern. Aus Mangel an Halbtagsjobs raufen sie sich zusammen und teilen sich auch heimlich eine Ganztagsstelle. Doch als sich Andrea und Franka verlieben, droht ihr Geheimnis aufzufliegen. Denn spätestens bei der Liebe hört das Teilen auf – und das Chaos beginnt!
(Quelle: Forever)





Das Cover ist wirklich schön. Ich mag Cover die so am Computer zusammengebastelt wurden sind und keine realen Fotos zeigen. Es sieht sehr verspielt aus, lässt aber auch viel Raum für Spekulationen (die dunklen Frauen in der sehr freundlichen Umgebung). Die Kontraste zwischen kräftigen Vordergrund und hellen Hintergrund sind gelungen.
Der Titel passt super zum Inhalt und lässt viel Platz für Spekulationen. Der Leser versucht automatisch herauszufinden auf was er sich bezieht. Auch der Untertitel zeigt, dass dies zwar ein Liebesroman ist, aber die Liebe zwischen Mann und Frau gar nicht so im Vordergrund steht, sondern mehr zwischen den Schwestern.





Ich mag Zwillinge und Romane über sie. Ich finde die besondere emotionale Konstante einfach spannend und erfahre gerne, ob Zwillinge nun komplett gleich sind oder unterschiedlich wie Feuer und Wasser. In in diesem Roman geht es um die letztere Sorte.
Andrea und Franka haben sich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen und sind komplett verschieden.
Und nun erben die durch Lügen und Betrügen zertrennten Schwestern ein gemeinsames Haus und dürfen es nicht verkaufen und sehen sich gezwungen dort zu leben, bis Andrea Franka ausbezahlen kann und alleine dort leben bleibt. Tja, nur dafür braucht man Geld und das kriegt man nur durch einen Job. Und einen Ganztangsjob kann Andrea nicht annehmen, da sie die Kinder hat.
Was nun? Job teilen (in einer Werbe/Druckfirma), so dass jeder der Schwestern eine "Halbtagsstelle" hat.
Die Zerstritten Idee samt Hauserbe ist eine breitgetretene Sache (die mich trotzdem jedes Mal anzieht, da man sie gut ausarbeiten kann) und dennoch bringt die Arbeitssache den gewissen Pfiff in den Roman. Besonders auch die später auftauchende andere Druckerei bringt ein bisschen Spannung in die ganze Geschichte.

Ohne Umwege wird man am Anfang des Romans gleich in die Anwaltskanzlei gesteckt und begegnet den Schwestern.
Die Handlung umfasst einen ziemlich langen Zeitraum von mehrere Monaten. Zwischendrin werden immer mal wieder Zeitsprünge gemacht und verschiedene wichtige Szenen genauer beleuchtet.
Die Detailtiefe war hierbei für mich genau richtig.
Ich fand es sehr schön den beiden Frauen bei ihrem alltäglichen Leben zu zu schauen und sehen wie sie ihre Hürden und Herausforderungen meistern.

Der Schreibstil ist unterhaltsam und liebevoll. Besonders die Momente mit Frankas Lieblingshandpuppe sind sehr schön. Leider empfand ich die Handlungsstränge manchmal ein bisschen zu konstruiert und das hat mich hier und da ein bisschen beim Lesen aufgehalten.

Die Charaktere sind vielschichtig und sehr unterschiedlich.
 Andrea ist mehr die Bodenständige der Beiden, hat zwei Kinder und guten Kontakt zur Familie und hat sich gerade erst von ihrem Ehemann getrennt.
Franka ist so ziemlich das genaue Gegenteil: kein fester Job, kaum Kontakt zur Familie und ein ziemlicher Freigeist.
Mir persönlich waren die Dramen zwischen diesen beiden Schwestern ein bisschen zu viel. Die eine belügt ständig irgendwie die andere und wenn man denkt, dass sie jetzt endlich wieder ein Herz und eine Seele sind kommt das nächste fette Ding.
Leider kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, dass Andrea Franka so schnell vergibt. Jahrelang kein Kontakt und dann lässt sie sich ganz schnell wieder rumkommandieren.

Auch die Beziehungen der Beiden konnten mich nicht wirklich mitreißen. (Achtung: Es gibt keinerlei Dreieckbeziehung! Gott sei Dank.)
Die Beziehung von Franka war für meinen Geschmack weder romantisch, noch glaubwürdig. Die zwei sind einfach zu unterschiedlich.
Ganz im Gegenteil zu Andrea. Den Anfang ihrer Romanze fand ich sehr vielversprechend. Leider driftete es ganz schnell zu einigen kitschigen Liebesbekundungen ab.
Zum Glück sind die gar nicht so wichtig, es geht ja um die Zwillinge.

Das Ende war nicht sonderlich weltbewegend oder überraschend, aber für einen solchen Roman für mich perfekt. Jedoch kam das Endgespräch zwischen den Schwestern ein bisschen zu übereilt.






Ein Buch dessen Handlung, Idee und Fortlauf wirklich gut ist. Leider konnte ich Charakterverhalten und -handlungen nicht immer verstehen und die Beziehungen konnten mich auch nicht packen.

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