Freitag, 10. April 2015

[Süchte eines Serienjunkies] The 100


Die Science-Fiction-Serie The 100 basiert auf einer Buchreihe von Kass Morgan und spielt im Jahr 3010 - 97 Jahre nachdem ein Atomkrieg nahezu jegliches Leben auf der Erde ausgelöscht hat. Die unbewohnbare Erdoberfläche wurde aufgegeben, die letzten Überlebenden der Menschheit befinden sich an Bord des Raumschiffs/der Orbitalstation The Ark.

Unter dem Druck schwindender Ressourcen werden 100 aufrührerische oder kriminell gewordene Jugendliche zur Erde entsandt - unter Einsatz ihres Lebens sollen sie herausfinden, ob die Möglichkeit besteht, den Planeten in naher Zukunft wieder zu besiedeln. Daneben dürften in der Serie aber auch Intrigen an Bord der Ark behandelt werden.
(Quelle: Serienjunkies)

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Die ersten 13 Folgen wurden von März bis Juni 2014 ausgestrahlt, die 16 Episoden der zweiten Staffel liefen von Oktober 2014 bis März 2014. Eine dritte Staffel wird in diesem Herbst ausgestrahlt.
In Deutschland wird diese wundervolle Serie leider noch nicht ausgestrahlt.
Die Serie basiert auf dem Buch The 100 von Kass Morgan, was aber vor der Serie kaum Beachtung fand und auch noch nicht ins Deutsche übersetzt worden ist. Ich selber werde das Buch auch nicht wirklich lesen, da es mehr Ideengeber ist, als punkt für punkt verfilmt.
 

The 100 läuft auf The CW, dem Sender wo auch Supernatural, Reign, Jane The Virgin, The Vampire Diaries, Arrow, The Flash und und und laufen.
The CW ist wahrscheinlich DER Sender für mich. Auf keinem anderen Sender schaue ich so viele Serien.
Leider hat dieser immer noch einen mangelhaften Ruf, wurde er doch vor dem jetzigen Leiter Mark Pedowitz ein bisschen in die Kitsch- und Mädchenecke (die, die man nicht ernst nehmen kann) getrieben, aus die er so schnell nicht rauskommt. So langsam rappelt er sich auf, findet mehr Anklang und The CW wird nicht mehr automatisch mit schlechten Serien in Verbindung gebracht.
The 100 ist wahrscheinlich die momentan beste Serie auf diesem Sender - story- und charaktertechnisch.


Die Serie reiht sich in die allseits beliebten Genre der Dystopien und Endzeitromane ein, in denen die Menschheit nach einem Krieg in der Zukunft versuchen muss ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Hier in dem Fall kehrt die Menschheit auf die Erde zurück, nachdem sie diese aufgrund von Zerstörung, Strahlung und dergleichen verlassen musste. Tja, aber da das einfach runtergehen zu riskant wäre, werden kurzerhand jugendliche Straftäter runtergelassen.
Auf der Arche wird jedes noch so kleine Vergehen verstraft - viele werden "geflooded", also ins All "geschmissen" - Todesstrafe. Jedoch töten sie nicht einfach die Kinder und Jugendliche, die als Erwachsene vielleicht hingerichtet worden wären, nein diese wurden weggesperrt und 100 nun auf die Erde geschickt.


Der Hauptaugenmerk der Geschichte liegt bei dem Leben, Zurechtfinden und Überleben der 100 auf der Erde. Recht bald merken diese, dass sie nicht dort abgesetzt worden, wo sie hinsollten und das die Erde nicht so unbewohnt ist wie gedacht - Gefahren lauern überall. Zwischendurch wird immer wieder auf das Leben der anderen auf der Arche zurückgesprungen.
Die Serie ist recht brutal, blutig und so überhaupt nicht mädchenhaft, wie man von The CW erwartet.










Leider bekommt die Serie in den USA nicht den Zuspruch, den sie zweifelslos auf großen Sendern wie NBC oder ABC finden würde, aber die Zuschauerschaft ist sehr treu: es bilden sich Fanriegen und das Bestehen der Serie wird gefördert - was The CW merkte und sie vorzeitig verlängerte.

Die Serie hat einfach alles, was sie junge (und auch ältere) Fantasyfans nur wünschen können.
-spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde
- eine Protagonistin (Clarke) die einfach KickAss und BadAss ist, sofort die Führung übernimmt, treu ist und immer an ihre Leute denkt, sich wunderbar weiterentwickelt, ein Vorbild ist, Fehler macht und einfach nur ein Mensch ist, der versucht in dieser Welt zu überleben
- es ständig neue Erkenntnisse und Wendungen (unerwartete) gibt
- eine Fantasyserie endlich einmal nicht vor LGBT Themen zurückschreckt
- alle Charakter (gut fast alle) eine Daseinsberechtigung haben, die Bösen hochinteressant sind, die Guten nicht einfach nur gut und jeder, wirklich jeder, eine glaubhafte Entwicklung vollzieht
-  die menschliche Natur wird erkundet
- es gibt keine Stereotypen
- es gibt kein "stärkeres Geschlecht" und Rollenklischees
- es ist niemals "So einfach" (aka Konsequenzen und so)
- es gibt auch Tote (genügend, aber auch Hauptcharakte sterben - und das sinnvoll)

 


Eliza Taylor (Clarke Griffin)

Lindsey Morgan (Raven Reyes)











Marie Avgeropoulos (Octavia Blake)

Christopher Larkin (Monty Green)












Bob Morley (Bellamy Blake)

Devon Bostick (Jasper Jordan)











Thomas McDonnel (Finn Collins)

Henry Ian Cusick (Marcus Kane)











Paige Turco (Dr. Abigal Griffin)

Isaiha Washington (Thelonius Jaha)











Die Personen, die ihr oben seht sind alle so stark, aber auch so verletzlich. 
Clarke wächst z.B. ungewollt in ihre Rolle als Anführerin herein und erfährt am eigenen Leib, dass Blut nicht immer dicker als Wasser ist. Sie bindet sich an ihre Leute und würde alles für sie tun, der Inbegriff einer starken Persönlichkeit.
Raven ist clever, clever als alle Jungs zusammen und das weiß sie auch. Nicht auf den Mund gefallen und sagte ich schon, dass sie clever ist?!
Octavia dürfte es eigentlich gar nicht geben. Da sie das zweite Kind ist (jede Familie durfte auf der Arche nur ein Kind haben), hat sie den Großteil ihres Lebens versteckt verbracht. Zu sehen, wie sie mit anderen kommuniziert und zum ersten Mal lebt ist toll. Recht zügig entwickelt sie sich von der kleinen Schwester zur großen Kämpferin.
Monty ist der stille Freund vom aufmüpfigen, lebensfrohen Jasper und die zwei sind wie Ying und Yang und zusammen echt unschlagbar.
Bellamy ist der große Bruder von Octavia und hat einen angeborenen Beschützerinstinkt. Er will das Beste für alle, auch wenn er das Falsche dafür tun muss. Arbeiten er und Clarke am Anfang gegeneinader wird schnell klar, dass es beide verdient haben Anführer zu sein - Diskussionen über Weiblein und Männlein kamen nie auf.
Finn ist ein Freigeist, den alle lieben. Ein herzensguter Mensch, der total Fehl am Platze scheint.
Kane war immer die rechte Hand auf der Arche und auch wenn man manchmal denkt, er will die Macht an sich reißen, so hat er dennoch immer ehrlich Absichten.
Abby (Mutter von Clarke) will immer das Richtige tun und tut dabei oft das Falsche. Sie muss bald merken, dass sie nicht immer alles so kontrollieren kann wie sie möchte.
Und Jaha ist der Chancellor der Arche, der immer nur an sein Volk denkt und sowohl Feinde, als auch Freunde hat.


Noch keine Serie hat mich so in ihren Bann gezogen wie The 100. Es ist einfach alles so real, so greifbar - auch wenn alles in einer zerstörten Zukunft spielt.
Die Serie ist so schnell in ihrem Suchtfaktor angestiegen - ständig passiert was, ständig fiebert man mit seinen Lieblingen mit - das das Warten zwischen den Wochen leicht zur Qual wird.

So ich bin dann mal weg. Durch den Urlaub fehlt mir noch das Doppelfolgenfinale der zweiten Staffel.



PS:  Als hätte ich es geahnt: die Pro7Sat1 Gruppe hat sich die Rechte an der Ausstrahlung gesichert: wurde heute bekannt gegeben. Nun kann es sich ja nur noch um Jahre handeln *hust*

Anmerkung: Bilder und Video sind Eigentum von Netflix und die Gifs sind vom Ersteller. Alle Rechte liegen beim Eigentümer.

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