Samstag, 23. April 2016

[Rezension] Der Zirkus der Stille - Peter Goldammer




Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie mit ihrer Familiengeschichte, die sie zum wundersamen Cirque perdu und seinem Direktor Papó bringt. Dort lernt Thaïs, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und für die wichtigsten Dinge im Leben keinen Applaus von anderen braucht. 
(Quelle: Atlantik)



Ich persönlich bin ja gar kein Fan von Zirkussen, aufgrund der Tierhaltung. Aber das Leben und das Umherziehen im Zirkus fand ich hingegen immer sehr faszinierend.
Da ist noch ein anderer Punkt, der dieses Buch für mich besonders macht: ich lese nie Bücher, die in Frankreich spielen. Ich mag Frankreich einfach nicht. Aber irgendwas hat mich von Anfang an zu diesem Buch gezogen, egal ob nun Klappentext, Cover oder was auch immer. Ich bin sehr froh, dass mich dieses Gefühl nicht getäuscht hat.
Mir gefällt die Handlung wirklich sehr gut.
Das ist alles so unaufgeregt.
Gleichzeitig ist das Buch aber wahnsinnig poetisch geschrieben und die Wahl der diversen Stilmittel empfinde ich als sehr gelungen. Sie tragen nochmal sehr zu der wunderschönen Atmosphäre bei.
 
Der Schreibstil ist irgendwie sehr bodenständig. Das gefällt mir. Gleichzeitig strahlt er aber auch eine gewisse Poesie aus und porträtiert manche zynischen Szenen ganz wunderschön. Trotz allem wird nie der Humor vergessen.

Thaïs ist ein bodenständiger Mensch, der ein scheinbar glückliches Leben führt. Mit dem Tod der Großmutter fängt sie jedoch an über sich und das Leben nachzudenken. Ihre Entwicklung fand ich dabei sehr reizvoll. Jedoch finde ich auch, dass ihr Sinneswandel und das komplette Umkrempeln ihres Lebens, zu plötzlich kommt.
Ich kann zwar verstehen, dass sich jemand in ein Abenteuer stürzen will, aber manche von Thaïs Handlungen konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Das Ende war mir etwas zu abgedreht, zu unwirklich.
Der ganze Roman war trotz der Poesie immer sehr real und bodenständig. Das Ende wirkte mir zu abstrakt und konfus. Zum ersten Mal im ganzen Buch hatte ich plötzlich große Probleme mir das Geschehen bildlich vorstellen zu können.





Ich fand das Buch wirklich schön, vor allem der poetische Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Die vielen Stilmittel und sprachlichen Bilder haben es wirklich besonders gemacht.
Das Ende hingegen fand ich nicht ganz befriedigend. 

Kommentare:

  1. Hallöchen liebe Sophie,
    ach das klingt ja eigentlich ganz gut. Mir wurde das Buch so angepriesen, dass ich erstmal davon abgesehen habe. Ich weiß nicht, ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch wirklich zu mir passen würde. Manchmal mag ich zwar einen poetischen Schreibstil - bei Antoinne Laurain zum Beispiel, aber nicht immer und das ist eben so die Sache. Manchmal kann ich mich in so einen Schreibstil auch gar nicht hineinfinden.

    Liebst, Lotta

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    1. Liebe Lotta,
      den Herren kenne ich leider nicht und kann daher keine Parallelen für dich ziehen.
      Ich fand das Buch wirklich durchgängig gut, nur das Ende fand ich nicht so doll. Aber das sahen andere, die die Leserunde mitgemacht haben, ganz anders.
      Aber ich weiß was du meinst. Bei manchen kann die Poesie einem im Herz berühren, bei anderen ist es einfach nur zu hochgestochen.
      Vielleicht kommst du ja irgendwann mal an das Buch ran und kannst reinlesen. ;D

      Alles Liebe
      Sophie

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  2. Huhu!
    Eine tolle Rezi! Und auch dein Blog gefällt mir richtig gut. Ich bleibe gleich mal als Leserin da! :-)

    Alles Liebe,
    Lisa von hashtagbeyourself.blogspot.ch

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    1. Danke liebe Lisa,
      ich wünsche dir ganz viel Freude in meiner kleinen Bücherecke.

      Alles Liebe
      Sophie

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie