Mittwoch, 3. August 2016

[Rezension] Für immer in deinem Herzen - Viola Shipman




Jedes Armband erzählt eine Geschichte
Großmutter Lolly lebt immer noch am Lost Land Lake, wo ihre Mutter ihr vor langer Zeit das Armband gab, das ihr Talisman wurde und Symbol für ihre Verbindung zur Familie. Aber ihre Tochter Arden und ihre Enkelin Lauren haben sie seit Jahren nicht mehr besucht, und Lolly läuft die Zeit davon.
Arden konnte es kaum erwarten, ihre Kleinstadt hinter sich zu lassen und nach Chicago zu ziehen, aber jetzt, im mittleren Alter, besteht ihr Leben nur noch aus Arbeit in der Redaktion, und sie schleppt sich einfach nur noch von Tag zu Tag. Alles, was ihr mal Spaß machte, ist ihr entglitten. Als sie einen Brief mit einem Armbandanhänger von Lolly und einen unerwarteten Anruf aus dem Heimatort erhält, ist sie alarmiert. Ein Notfall? Arden muss sich überlegen, ob sie es erträgt, nach Hause zu kommen.
Lauren, eine begabte junge Malerin, hat ihre Leidenschaft aufgegeben, um Betriebswirtschaft zu studieren. Aber sie verkümmert allmählich immer mehr und weiß nicht, wie sie ihrer Mutter die Wahrheit sagen soll.
Durch das Armband mit Charms entdecken die drei Frauen die Bedeutung von Familie, Liebe, Treue, Freundschaft, Spaß und der Lust zu leben, während der Zauber der Glücksbringer ihre Leben verändert.
(Quelle: Fischer


 Während meiner Kindheit waren sie ein Trend: Bettelarmbänder. Ich fand sie auch ganz schön, aber ich mag Armbänder gar nicht und so habe ich sie immer nur an anderen bewundert.
Diese Armbänder samt Charms sind die heimlichen Helden des Buches. Jeder Charm steht für eine bestimmte Situation, ein bestimmtes Erlebnis.

Und genau auf Grundlage dieser Anhänger bewegt sich auch die Geschichte voran. Alle drei Lindsey Frauen besitzen solche Armbänder mit ganz unterschiedlichen Anhängern. Und hier liegt einerseits die Krux als auch das Schöne: je nach Charm springt die Autorin in der Geschichte der drei Frauen herum. Man erfährt wie jede einzelne bestimmte Anhänger erhalten hat. Zwischen diesen Flashbacks schreitet auch immer die Haupthandlung voran. Dieses Herumspringen hat dem Buch Vielfalt gegeben, mir jedoch auch die Verbindung zu Enkelin, Tochter und Großmutter genommen. Ihre Entwicklung kam mir einfach zu kurz und ich konnte keine wirkliche emotionale Bindung zu ihnen aufbauen.
Sehr schade fand ich auch, dass auf Lollys Erkrankung so wenig eingegangen wurden ist, denn dadurch hätte das Buch ein paar mehr Hürden und etwas mehr Tiefgang erhalten.

Der Schreibstil ist nicht kompliziert, hier und da fand ich ihn jedoch etwas zu ausschweifend. Dennoch ließ sich das Buch sehr flüssig lesen.

Lolly ist die extravagante und kuriose Großmutter, die man mit ihrer bunten und lebenslustigen Art einfach gern haben muss.
Arden fand ich immer etwas dünn. Sie wirkte farblos und ich konnte mich mit ihrer Art einfach nicht anfreunden.
Enkelin Lauren ist still und lieb. Im Laufe der Zeit versucht sie sich ein Scheibchen von ihrer Oma abzuschneiden und etwas freier zu werden. Das wa erfrischend. 

Das Ende hat gepasst und den Anhängern ein rundes Ende gegeben. Die Zukunft der Lindsey Mädels scheint interessant zu werden, schade, dass ich davon nicht etwas mehr während der Haupthandlung erleben durfte.


     
Ein schönes Buch für Zwischendurch. Durch das Herumspringen in der Lindsey Vergangenheit und der Kaum-Aufarbeitung von Lollys Erkrankung, hat mir jedoch etwas an Tiefgründigkeit gefehlt. 
Andere Leser wird das Buch mit den drei Generationen jedoch bestimmt sehr berühren können. 

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