Mittwoch, 17. August 2016

[Rezension] Lexi Littera. Macht der Tinte (1.1) - Lucia S. Wiemer




Clara ist ein übergewichtiger Bücherwurm, die sich lieber in Romanwelten vergräbt, als aus dem Haus zu gehen. Sie hat es nicht immer leicht, schon gar nicht gegen die Models-Truppe an der Schule, die sie mobbt. Wehren kann Clara sich nicht, bis zu dem Tag, da sie völlig unerwartet auf dem Nachhauseweg angegriffen wird. Zu ihrer eigenen Überraschung reagiert sie mit einem Tintenstrahl aus ihren Fingerspitzen. Sie muss aktiv werden, um herauszufinden, wer sie attackiert hat und woher diese Fähigkeit kommt. Warum sprechen Tiere zu ihr? Und wieso saugen sich Bücher an ihr fest?
Zusammen mit ihrer Freundin will Clara das Rätsel um ihre eigenartige Kraft lösen. Doch dafür braucht sie vor allem zwei Dinge: Selbstbewusstsein und die Stärke, sich endlich zur Wehr zu setzen.
(Quelle: Papierverzierer

Die Novelle beginnt recht ruhig, mal davon abgesehen, dass Clara plötzlich Bücher leer"trinkt" und dann mit Tinte um sich spritzt. Der Leser erfährt zu Clara erstmal einiges an Hintergrundwissen beziehungsweise etwas mehr zu ihrem Ort. 

Der Schreibstil ist bis jetzt der einfachste der Bücher, das ist jedoch überhaupt nicht schlecht, denn an Witz und Spannung mangelt es keineswegs. Ich glaube es hätte auch gar nicht ausführlicher sein dürfen, denn sonst hätte ich wohl bei der Erklärung rund um Claras Kräfte nicht gewusst worum es eigentlich geht. 

Clara ist Heldin Nummer Drei und mit ihr kann ich mich wohl am Meisten identifizieren. Sie ist ein Bücherwurm, sieht nicht wie ein Supermodel aus und fliegt eigentlich unter dem Radar, wenn da nicht die ständigen Mobbingattacken wären, unter der sie leidet.
Im Gegensatz zu den anderen Novellen, erfährt man hier fast ein bisschen mehr von den Nebencharakteren. Die Model-Truppe kommt zwar noch etwas stereotypisch daher, aber besonders ihre schlagfertige und unterstützende beste Freundin Odette und ihr schlauer Kater Sir-Maunzelot, den sie plötzlich verstehen kann, haben sich sofort in mein Herz geschlichen.

Das was mich am Meisten gestört hat war das unrunde Ende. Während die beiden Vorgängernovellen zumindest halbwegs das Gefühl vermittelten, dass Etappe 1 angeschlossen wurden ist, so finde ich hier die Auflösung über den Gegner noch etwas zu dürftig. Aber da ich ja weiß, dass alle Novellen zusammengehören und eigentlich auch nicht voneinander gelesen werden sollten (also nicht nur einige der Novellen einer jeden Heldin), kann ich damit leben und meine Erwartung wurde nur umso mehr angekurbelt.
   



Lexi Littera besitzt die Macht der Tinte.

Durch diese sehr komplexe Fähigkeit, die ihr volles Ausmaß erst noch unter Beweis stellen muss, kann ich mich (wie wohl jeder Blogger) sehr gut mit ihr identifizieren und in sie hineinversetzen.
Sie ist anders als andere Romanheldinnen und ich freue mich auf viele weitere Abenteuer mit ihr (und natürlich Unterhaltungen mit ihrem Kater).  

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