Donnerstag, 31. März 2016

[Leselaunen] #4 Der Ruf des Henkers und Usedom Urlaub



Aktuelles Buch?
 
Dieses Buch lese ich momentan im Rahmen der Leserunde auf Lovelybooks. Ich habe nur noch ca. 40 Seiten vor mir.
Das Buch gefällt mir wirklich sehr gut, wobei mich manche inhaltlichen Aspekte nicht ganz überzeugen. Besonders der Schreibstil ist sehr bildhaft und entführt ins historische London.




Momentane Lesestimmung?

Sehr gut. Ich bin momentan im Urlaub und veranstalte mit einigen anderen ein 7-Tage-Lesen. 
Wenn ich dieses Buch heute beenden würde, dann hätte ich diese Woche schon zwei Romane gelesen.  


Zitat der Woche?

"Andreas Kiosk" gehört Andrea
"Andreas' Kiosk" gehört Andreas
"Andrea's Kiosk" gehört einem Idioten
- Facebook


Und sonst so?

Ich bin seit letztem Freitag auf Usedom im Urlaub mit Mama und Bruder. Es ist sehr schön und leider morgen schon wieder vorbei. Ostern war sehr schön. Ab Montag hat mich dann auch wieder das Unileben, denn mein zweites Semester geht los.

     

Mittwoch, 30. März 2016

[Messebericht] Das war meine LBM16

Jedes Jahr freue ich mich auf die Messe, jedes Jahr danach drücke ich mich um meinen Bericht.
Warum? Ich bin einfach nicht der Fotofan und mache auf der Messe so gut wie keine Bilder.
Und weiß ich nie wo ich anfangen soll.
Außerdem arten manche Berichte immer so aus, das will ich eigentlich auch vermeiden.
Nun gut, ich fasse mich kurz und zeige ich trotzdem einmal was ich gemacht habe.

Mittwoch:
Am Nachmittag ging es von Magdeburg nach Leipzig, unterkommen sollte ich bei Luise. Nachdem wir mein Zeug bei ihr abgestellt haben, ging es noch einmal in die Stadt. Ich wollte noch zur Blutspende und abends ging es dann noch mal in einen Buchladen und zu Vapiano essen.


Donnerstag: 
Pünktlich um 10 betraten wir heiligen Messeboden und der Donnerstag stand hauptsächlich im Zeichen des Stände Erkundens und Rumschnorcheln.
Um 15.00 Uhr ging es dann noch zum Lovelybooks Stand zum Plaudern mit Bloggern und Lovelybooks Leuten.

Folgende Lesungen habe ich besucht: 
Kim Kestner "Anima"
Anne Freytag "Mein bester letzter Sommer"

Folgende Autoren habe ich getroffen:
Mara Andeck, Ruth Olshan, Nina MacKay, Mirijam H. Hüberli



Freitag:
Mein Freitag war am Mittag relativ voll und ich hatte mir mehr vorgenommen, als ich am Ende geschafft habe.
Zu Beginn hatte ich mir ein ganz persönliches Treffen mit Susann Julieva ausgemacht, deren "Böse Jungs" ich ganz toll fand und auf deren neues Buch ich mich riesig freue. 
Danach stand das inoffizielle Bloggertreffen in der Bloggerlounch an, die auch wirklich super gefüllt war und ich konnte ein paar nette Plauderein abhalten.
Freitag hielt auch mein unumstreitbares Highlight der Messe bereit: ich durfte ein Interview mit Helen Maslin führen. Ihr Buch "Darkmere Summer" war für mich bis jetzt auf alle Fälle ein Jahreshighlight. Momentan bin ich im Urlaub. Wenn ich wieder da bin, dann werde ich die Tonaufnahme abtippen und dann für euch übersetzen.
(Schaut doch mal bei Helen Maslin vorbei. Sie hat einen Messebericht geschrieben, in dem ich unter anderem auch erwähnt werde.)
Den Abschluss der Messe bildete ein Bloggertreffen beim Papierverzierer Verlag, wo ich ein langes und überaus nettes Gespräch mit meiner Ansprechpartnerin Isabelle hatte. Wir haben über eine kommende Blogtour geplauscht und sonstige Zusammenarbeit überflogen. Ihr selbstgemachter Kaffeelikör war auch superlecker.
Und den Tagesabschluss bildete dann das Abendessen im Burgerladen mit meiner LBM WhatsApp Gruppe. Es war soo schön.

Folgende Lesungen habe ich besucht:
Nicole Boyle Rodtnes "Wie das Licht von einem erloschenem Stern"

Folgende Autoren habe ich getroffen:
Susann Julieva, Lilith Korn, Laura Labas, Helen Maslin, Lieblingsautoren



Samstag:
Der Samstag war natürlich der Hammer. Super voll und super verplant. Man merkt es, die Bilder lassen nach. bei Signierstunden wollte ich einfach nicht zu sehr aufhalten. Ich persönlich finde es nämlich blöd, wenn jemand hunderttausend Unterschriften haben will und noch zig Bilder. Zumal ich kein Problem damit habe Erinnerungen nur in meinem Kopf zu haben.
Um 11 Uhr stand als erstes das Carlsen Bloggertreffen an, wo uns die bezaubernden Bücher "Darkmere Summer", "Jane & Miss Tennyson" und "Nur drei Worte" vorgestellt wurden sind. Passend dazu gab es Goodies. Endlich konnte ich auch mein Bild mit Helen machen, das wir am Tag zuvor aus Zeitgründen vertagen mussten.
Um 13 Uhr stand dann das Bloggertreffen mit Tibor Rode an, dass ich aufgrund der vollen Hallen etwas später erreichte.
Danach ging ich mir bei Feelings einmal ein Buch abholen, dass alle bekamen, die eine Rezension vorzeigen konnten.
Und dann war es soweit. Das langersehnte Lovelybooks Treffen stand an ... und ich war enttäuscht. Es gab ein Interview mit Kate Morton und ein Interview mit Kirstie Logan samt Lesung. Beides interessierte mich nicht über die Maßen und ich persönlich finde es nicht so toll, dass zwei englischsprachige Autoren dort waren. LB ist immerhin ein deutsches Bücherforum. Ich verstehe Englisch zwar prächtig, aber es gibt genügend, die das nicht tun. Kate Mortens Buch ist zwar auch auf Deutsch gerade herausgekommen und ich kann verstehen, dass es vorgestellt wurden ist, aber das zweite englische Buch hätte nicht sein müssen.
Ich verließ das Treffen dann auch vorzeitig, denn es gab Dinge, die mich mehr interessierten. Das Quiz war mir einfach zu langatmig und Leute treffen konnte ich an anderen Stellen besser, als bei diesen vielen Menschen.
(Ich fand das kleinere Treffen am LB Stand, wo nur gequatscht wurde viel schöner.)
Dafür habe ich meine innig und heißgeliebte Annabel beim Lovelybooks Treffe getroffen. Was habe ich sie vermisst. *_*
Folgende Lesungen habe ich besucht:
Kira Gembri "Ein Teil von uns"

Folgende Autoren habe ich getroffen:
Laura Newman, Tibor Rode, Marie Graßhoff, Julia Desalles, 8 auf einen Streich (Julia Bohndorf)



Sonntag:
 Am Sonntag kamen meine Mama, die eine Karte beim Papierverzierer Verlag gewonnen hatte, und mein kleiner Bruder auf die Messe. Ich nahm mir also nichts vor und wir liefen noch ein paar Stunden zusammen über die Messe.
Gegen drei brachen wir dann den Heimweg an und ich bin erstmal mit zu meinem Elternhaus gefahren.

Folgende Autoren habe ich getroffen:
Lisa Rosenbecker, Claire O'Donoghue, Jasmin Romana Welsch


Das war meine Messe. Sie war erlebnisreich und lustig. Toll und ermüdend. Ich freue mich auf die LBM17, denn Frankfurt wird aufgrund meines Irlandsemesters nichts.
 Meine LBM Neuzugänge habe ich hier schon vorgestellt.

Dienstag, 29. März 2016

[Rezension] Kateryna. Die Reise des Protektors - Larissa Wolf




In den Wäldern von Brigansk ist kein wohlhabender Bürger sicher. Dort kommt es immer wieder zu Überfällen durch die Robins, eine Diebesgruppe, die sich für die Armen einsetzt. Die Waise Kateryna ist deren unumstrittene Anführerin, was ihr den Hass des Fürsten von Templow einbringt. Als hätte sie damit nicht schon genügend Probleme, taucht ein junger Mann auf und bittet sie um Hilfe. Nash gehört den seltenen Protektoren an, die die Magie beschützen, und ist verzweifelt auf der Suche nach seiner entführten Großmutter. Kat willigt ein und zusammen mit ihrem besten Freund Juri begleitet sie Nash auf eine gefährliche Reise. Bald stellen sie jedoch fest, dass hinter der Entführung viel mehr steckt und ihnen mächtige Gegner gegenüber stehen – Könige, Protektoren, Assassinen und die Zeit selbst. Obwohl Kat geschworen hat, sich niemals wieder zu verlieben, beginnt sie Gefühle für Nash zu entwickeln. Als dann ihre kleinen Drachen erkranken, muss Kat sich entscheiden. Rettet sie ihre einzige Familie oder öffnet sie ihr Herz für Nash? Eines weiß sie mit Sicherheit: Jede Entscheidung kann ihr Untergang sein.
(Quelle: Drachenmond


Ich lese High Fantasy relativ selten, da es mir meist zu komplex ist. Doch hier hat mich die Idee sofort angesprochen.
Die Kombination aus der Diebesgruppe (Robin Hood) und den Drachen (Game of Thrones) fand ich einfach spannend. Und dazu noch Magie? Das versprach spannend zu werden.

Spannend war es auch, aber leider gab es nur am Anfang etwas zu der Diebesgruppe und die Drachen hatten für mich überhaupt keine Daseinsberechtigung in diesem ersten Teil.

Die Geschichte ging spannend los, denn man befindet sich gleich in Jhanta und schon bald geht die Post ab. Mit der Zeit musste ich jedoch feststellen, dass in den Ortschaften sehr rumgesprungen wird und die Wege abgekürzt werden. So fiel es mir schwer ein inneres Bild zu der geschaffenen Welt zu entwickeln. Die Städte werden schön beschrieben, aber mir fehlt dir Verknüpfung zwischen den einzelnen Ortschaften.
Das nimmt der Geschichte hier und da leider etwas Wind aus den Segeln und die Spannung geht manchmal abhanden. Dadurch wirkt der Roman stellenweise abgehetzt und zusammengebastelt.

Einige der Abhandlungen empfand ich zudem als unlogisch, andere als nicht passend für die Rahmenhandlung. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass es sehr viele Handlungsstränge gibt, die besonders am Anfang erstmal sehr verwirrend sein können.

Der Schreibstil ist spannend und rasant und hat mir wirklich gut gefallen.

Kateryna ist eine starke, junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist. Mir gefällt ihre spitze Zunge und auch wenn sie sehr taff ist, merkt man, dass auch sie ihr Päckchen zu tragen hat. Leider schien ihre Art mit der Zeit negativer zu werden. Sie wird ziemlich weinerlich und lässt ganz schön viel mit sich machen.
Nash hat echt den Schelm im Nacken und ist lebenslustig. Zwischendurch schimmert jedoch auch mal seine ernste Ader durch.
Juri mochte ich mit der Zeit immer weniger. Es ist einfach unheimlich besitzergreifend gegenüber Kat und bevormundet sie sehr.
Die Nebencharaktere blieben allesamt recht blass.

Den Game Changer am Ende fand ich sehr gelungen und überraschend. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, wobei ich schon geahnt habe, dass was im Busch war.
Von dieser Wende mal abgesehen, hat mich das Ende leider nicht überzeugt. Mein erster Gedanke war "Wie das war es?"
Das war mir alles zu offen und unrund. Ein Cliffhanger bei Mehrteilern ist okay, aber hier kam die Geschichte nicht einmal zu einem ersten Ende. Ich hatte das Gefühl, dass ein Buch einfach mal in der Mitte durchgeschnitten wurden ist.


Anmerkung: Im Roman ist auch noch eine Kurzgeschichte, die in der Welt von Jhanta spielt. Diese fand ich süß, aber für den roten Faden nicht nötig. In meine Endwertung wird diese nicht mit einfließen.







Der Anfang des Buches gefiel mir sehr gut. Mit der Zeit verlor das Buch jedoch seinen roten Faden aus den Augen und die Tiefgründigkeit ging mir doch zahlreiche Orts- und Zeitsprünge verloren.
Auch die Charaktere bauten teilweise ab und das Ende stellte mich so überhaupt nicht zufrieden.
In der Hoffnung, dass im nächsten Band einige Fäden zusammengeführt werden, bin ich gespannt wie es weitergeht, denn der Schreibstil ist wirklich sehr toll und das Potenzial ist auf alle Fälle da. 

Montag, 28. März 2016

[Random] 7 Tage lesen...


Gemeinsam mit einigen anderen Bloggern werde ich ab heute sieben Tage lesen was das Zeug hält.
Ich werde so viel lesen, wie ich schaffe und jeden Tag hier meine gelesene Seitenanzahl festhalten. Und natürlich werde ich die Bücher dazu schreiben und immer ein kleines Fazit schreiben.
Das mache ich mehr für mich, aber es darf natürlich gerne jeder seinen Senf beitragen. :)

Ich bin gespannt, wie viel ich schaffe, denn bis Freitag bin ich noch im Urlaub auf Usedom und danach muss ich das Wochenende zum Auspacken nutzen und das neue Semester, das am 4.4. losgeht, angehen.

Montag:  
81 Seiten aus Kateryna von Larissa Wolf
94 Seiten aus Der Ruf des Henkers von Björn Springorum

Dienstag:
53 Seiten aus der Ruf des Henkers
 
Mittwoch:

93 Seiten aus der Ruf des Henkers
 

Donnerstag:
43 Seiten aus der Ruf des Henkers
 
Freitag:
Samstag:
Sonntag:

Meine Mitstreiter:

Dienstag, 22. März 2016

[Neuzugänge] 25 mal neue Bücher von der Messe - Ich schwöre, ich wars nicht. xD

Im Nachhinein bin ich doch etwas geschockt, wie viele neue Bücher auf der Messe doch ihren Weg zu mir gefunden haben.
Geplant war so ganz und gar nicht.
Und doch liebe ich bereits jedes Einzelne von Ihnen.

Da es so viele sind, lasse ich die Klappentexte heute ausnahmsweise einmal weg und erzähle nur kurz wie und warum sie zu mir gekommen sind.


Rezensionsexemplare
Die oberen drei haben sich schon alle vor der Messe angekündigt und durften dann während dieser von mir abgeholt werden. Alle drei sind auch signiert.
Die unteren beiden habe ich im Anschluss an das Carlsen Bloggertreffen bekommen. Beides Wunschlistenbücher.


Geschenkt bekommen
 Das Erotik Büchlein lag am Stand aus und wer wollte, konnte eins mitnehmen. (Ich nehme an, solange es welche gab.)
Am Sonntag bin ich dann zufällig mit meiner Mama und meinem kleinen Bruder am tolino books Stand vorbeigekommen und da waren gerade beide Autorinnen da. Als wäre das nicht schon cool genug gewesen, wurden die Bücher auch noch gratis herausgegeben und ich konnte sie gleich signieren lassen.
"Zorn und Morgenröte" und das Malbuch waren in meiner Goodiebag von Lovelybooks. Ersteres war nicht direkt drin, aber ich konnte es mir ertauschen. Was habe ich mich gefreut. *_*


Gewonnen
 "Schweinsgalopptage" gabe es am Samstag, nachdem ich meine letzte feelings Rezension vorgezeigt hatte. Die anderen beiden habe ich beim Lieblingsautoren Treffen am Glücksrad erdreht und beide sind signiert. Am unteren Buch haben 24 Autoren mitgewirkt und ich habe versucht so viele Unterschriften zu sammeln wie möglich. Schaut auf jeden Fall ziemlich genial aus.
Ehrlich gesagt gab es sogar noch ein drittes Buch, aber da mich das nicht anspricht, wird das dann zu meinem Bloggeburtstag verlost.


Gekauft
Die Bücher von "Wenn du dich traust" bis "Schicksalstanz" wurden von mir nach den Lesungen gekauft. "Avalon" und "Talente" wurden ebenfalls auf der Messe erworben, da ich auch hier die Möglichkeit hatte die Autorinnen zu treffen.
Und die letzten beiden wurden vor der Messe gekauft und auch beide Autorinnen getroffen.
Heißt im Endeffekt: alle diese Bücher wurden für mich signiert. *_*

 Kennt ihr was von meinen neuen Schätzen?

Auch ganz normal sind noch einige Bücher zu mir gekommen, aber diese zeige ich Euch ganz normal am Samstag.


Sonntag, 20. März 2016

[Rezension] Die Schattenkriegerhexe - J.T. Sabo







Was, wenn man zu dem werden muss, was man hasst, um die zu retten, die man liebt?
Innerhalb kürzester Zeit fallen mehrere Hexen Vampirangriffen zum Opfer. Die Schattenkriegerhexe Jowna begibt sich auf die Jagd nach den Tätern, dabei macht sie eine erschreckende Entdeckung. Den Vampiren ist es gelungen, aus den Hexen Hybriden zu erschaffen, deren magische Kräfte sich nach der Wandlung um ein Vielfaches verstärken. Jowna erhält unerwartet Hilfe von dem charismatischen Jäger Connlan. Vom ersten Moment an funkt es heftig zwischen ihnen, doch er verbirgt etwas vor ihr. Dann entpuppt sich ausgerechnet Connlans Geheimnis als Schlüssel zum Erfolg gegen die übermächtigen Hybriden.
Und plötzlich steht Jowna vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.
(Quelle: Drachenmond)



Ich persönlich habe ja eigentlich genug von Vampiren in Büchern, aber hier hat mich die Kombi aus Vampiren und Hexen doch sehr gereizt.
Und was genau ist eine Schattenkriegerhexe? All das waren Punkte, die ein normales Vampirbuch speziell und originell machen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Jowna und Connlan, die auf wundersame Weise miteinander verwebt sind. Die Autorin schafft es spielend leicht die Vergangenheiten von Beiden etwas anzuleuchten und die roten Fäden eng zu verknüpfen. Nach und nach gehen dem Leser hundert Lichter an.
Mein einziges Manko: es wird alles einen Ticken zu schnell abgehandelt. Ich hätte mir gerne noch mehr Hintergrund zu Jowna gewünscht. Einige Sachverhalte, wie z.B. die Sache mit Kats Familie, wurden für mich nicht ganz befriedigend erklärt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Er ist ganz wunderbar an die verschiedenen Zeitepochen angepasst wurden und geht mit den sprachlichen Gepflogenheiten mit. Die Erotikszenen (ja es gibt einige, sehr detaillierte) sind ansprechend und nicht überladen beschrieben.

Connlan gehört der selten Sorte der lieben Vampire an. Er ist kein stinknormaler Bad Boy und schafft es zum ersten Mal, dass ein Vampir wirklich liebenswert wirkt und NICHT total langweilig. 
Jowna ist eine taffe Bad-Ass Frau und ist ihrer Familie - blutsverwandt und gewählt - zutiefst loyal.
Auch die besten Freunde Kathrin und Dennis sind mit ihren positiven Wesen in Erinnerung geblieben und konnten den ein oder anderen Comic Relief darbieten.

Connlan und Jowna gehören einfach zusammen. Ihre Charakterzüge scheinen sich zu ergänzen. Und das Schicksal scheint auch immer mal seine Finger mit im Spiel zu haben.
Da kann man auch schon mal drüber wegsehen, dass das alles doch recht flott vonstatten geht.

Das Ende war von einem genialen Showdown gekrönt. Diese letzte Actionsequenz war zwar kurz gefasst, aber sie war sehr spannend.








Die Geschichte war rund und logisch und ich habe meine Lesezeit sehr genossen. Hier und da hätte ich mir gerne noch ein bisschen mehr Input gewünscht, aber das hat der spannenden Geschichte und den liebenswerten Charakteren keinen Abbruch getan.


Freitag, 18. März 2016

[Rezension] Morgens in unserem Königreich - Gernot Gricksch




Dass ausgerechnet er bei den Zeugen Jehovas landet, muss ein besonderer Scherz Gottes sein, denkt Arne. Denn er ist ein lebenslustiger Windhund voller schräger Ideen, der so gar nicht zu den angepassten Gläubigen passt. Deswegen will Arne auch gar nicht lange bleiben. Doch dann lernt er Johanna kennen.
Johannas und Arnes Liebe, die gegen alle Regeln verstößt, bringt die kleine Gemeinde ganz schön durcheinander – was nicht von jedem gerne gesehen wird. Und so ist es nur eine Frage der Zeit,

bis die beiden nicht nur ein paar mittelschwere Hürden umtanzen müssen, sondern am Ende vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens stehen, bei der es buchstäblich um Leben und Tod geht.
(Quelle: Feelings)

Da ich selbst Zeugen Jehovas in meiner Familie habe/hatte, hat mich dieser Roman natürlich sehr gereizt. Zeugen Jehovas kommen nicht oft in Büchern vor und wenn doch, dann entweder total abwertend oder so, dass neue Mitglieder gewonnen werden wollen. Ich wollte aber mal einen echten Roman haben, mit echten Menschen und echten Gefühlen. Zeugen Jehovas lassen sich nicht einfach so schwarz oder weiß malen, sie sind viel mehr. Ich habe meinen Uropa über alles geliebt. Leider starb er als ich acht war und mit ihm die einzig religiöse Person in meinem näheren Umfeld. Was nie starb, war meine aufrichtige Neugier für fremde Religionen und anderer Menschen Glaubensrichtungen.
Mein Uropa hat mir gezeigt, dass bei den Zeugen Jehovas nicht alles schlecht ist, dass sie echte Menschen sind und herzensgut sein können.
(Dazu möchte gesagt sein, dass mein Opa erst recht spät konvertiert ist und für mich, seine geliebte Urenkelin, nicht alles so eng gesehen hat. Weihnachten kam er zumindest einmal zum Kaffeetrinken vorbei.)

In "Morgens in unserem Königreich" lernen wir die verschiedensten Zeugen Jehovas kennen - die Regeltreuen, die Familienmenschen, die Liebenswürdigen und die, die so ein bisschen mit sich und ihrem Weg hapern.  
Protagonistin Johanna lernt immer mehr vom "realen Leben" kennen und fängt an zu hinterfragen, was sie eigentlich nicht darf bzw. soll. Grund deswegen ist Arne, ein herzensguter und lustiger Typ, der aber eben auch naiv und leichtgläubig ist. Mit seiner warmen Art bringt er Johannas geordnetes Leben aus den Bahnen und das einiger Zeugen gleich mit.  

Gernot Gricksch schreibt über das Leben wie es ist: tiefgründig, verwirrend und mit mehreren Abzweigungen. Dennoch vergisst er nie seinen Humor und auch wenn ernste Themen wie das Ablehnen von Blutkonserven angesprochen werden, so zaubert er einem im nächsten Absatz schon wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Arne und Johanna sind wie Nacht und Tag. Er ist lebenslustig und lebt in den Tag, Johanna ist ernst und es fällt ihr schwer aus sich herauszukommen. Zusammen erleben die beiden ihre eigenen kleinen Abenteuer. Er lernt, dass die Zeugen Jehovas nicht nur schlecht sind und viel menschlicher als gedacht und Johanna erfährt, dass es so viel mehr gibt, als sie dachte.  

Das Ende ist ziemlich radikal, aber zeigt eben auch auf, dass das Leben manchmal anders spielt als gedacht und dass es so viel mehr gibt, als wir zu glauben wissen.


   

Ein Buch auf das ich sehr gespannt war. Vor dem Lesen hatte ich etwas Angst, dass das Thema Zeugen Jehovas zu negativ betrachtet werden könnte. Am Ende bekam ich so viel mehr - ein Roman über Menschen, echt und greifbar - und irgendwie sind wir uns alle doch ähnlicher als gedacht.

Für mich selbst war es ein Buch, das mir meinen Verstorben Urgroßvater wieder etwas näher gebracht hat - wenn auch nur für 272 Seiten.