Dienstag, 30. Mai 2017

[Rezension] Green Net - Wilfried von Manstein




Die Rettung der Menschen hängt vom zwölfjährigen Mario ab, denn nur er versteht die Sprache der Bäume.
Seine Mutter ist verzweifelt: Statt sich gleichaltrige Freunde zu suchen, spricht ihr Sohn lieber mit Bäumen, gibt ihnen Namen und ist davon überzeugt, selbst ein „Kastanienkind“ zu sein. In ihrer Not wendet sie sich an einen Kinderpsychiater und vertraut ihm ihr größtes Geheimnis an: Mit nur fünf Jahren verschwand ihr Sohn zusammen mit seinem Vater im Regenwald. Während der Vater nie wieder gesehen wurde, fand man Mario nach langem Suchen im Inneren einer Würgefeige, ohnmächtig und ohne jegliche Erinnerungen.
Als Mario seine Mutter von dem Termin mit dem Psychiater abholen will, findet er beide im Koma. Sie wurden von einem geheimnisvollen Fremden mit einer rätselhaften Waffe überwältigt, dem „Zeiter“, der Menschen entschleunigt und sie so zu Pflanzen macht.
Schnell ist Mario klar, dass nur er die beiden retten kann. In Gestalt eines Fliegenpilzes wird er Zeuge einer geheimen Konferenz im grünen Netzwerk der Bäume, die unter Vorsitz der Welteneibe Yggdrasil stattfindet. Diesem weisen Baum, der den Menschen wohlgesonnen ist, stellt sich der Terroristenbaum Reginald entgegen, eine Würgefeige, welche die zerstörerische Menschheit am liebsten ausrotten möchte und dafür sogar Bäume als Selbstmordattentäter einsetzt, die sich auf Menschen, Häuser und Autos stürzen.
Während die Macht des „bösen Baumes“ immer weiter wächst, nimmt Mario den Kampf gegen die Terroristen auf. Unterstützt wird er dabei von dem ökologisch engagierten Mädchen Rado und dem genialen, aber etwas ungeschickten Erfinder Lam-Pi-Jong.
Wie und ob es Mario und seinen Freunden gelingt, den Aufstand der terroristischen Bäume abzuwehren und das Ende der Menschheit zu verhindern, ist Gegenstand dieses Romans, der die Grenzen der Genres sprengt: Science-Fiction, Fantasy, ökologischer und surrealer Roman vereinigen sich zu einer bunten Mischung.