Sonntag, 11. März 2018

[Rezension] Silberschwingen. Erbin des Lichts - Emily Bold



Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.

(Bild- und Textquelle: Planet!





Der Einstieg fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil ist jugendlich frisch. Man wird gemeinsam mit der Protagonistin Thorn direkt ins Geschehen hineingeworfen und sie erfährt umgehend von ihrem Erbe des Lichts.
Und hier kam sofort mein erstes Problem zum Vorschein: obwohl Thorn für ihre 15 Jahre sehr reif zu sein scheint, als sie plötzlich erfährt, dass sie anders ist, nimmt sie das einfach so hin. Mir fehlte das Unglauben und das Ringen mit sich selbst.

Ich mag Thorn ja echt gern. Sie ist ein echt süßes Mädchen, das recht selbstbewusst und geerdet ist. Ihre Denk- und Handlungsweisen konnten mir hin und wieder aber nur ein müdes Kopfschütteln abverlangen. Als sie scheinbar "gefangen" genommen und "eingesperrt" wird, hat sie nichts Besseres zu tun als sich in Lucien zu verlieben. Für mich hatte das weniger mit Verlangen zu tun als mit Stockholm Syndrom. 
Die romantischen Szenen sind alle ganz wunderbar geschrieben, keine Frage; Emily Bold hat ja Erfahrungen mit Liebesromanen. Beim Lesen musste ich aber immer etwas sauer aufstoßen. Da können sie beide noch so oft betonen, dass sich gegen ihren Willen zueinander hingezogen fühlen. Ich kann ihre Gefühle und Beweggründe einfach nicht so richtig verstehen.

Lucien ist ein schwieriger Charakter. Er trifft einige Entscheidungen, die ihn hart und kalt dastehen lassen. Dabei hat er eigentlich ein gutes Herz und seine Gründe für das was er tut. Dies wird dem Leser leider jedoch erst relativ spät klar und bis dahin hat man ihn vielleicht schon aufgegeben.

Neben Thorn und Lucien gibt es noch Riley. Riley gibt Thorn am Anfang Halt und wird ihr ein echter Freund. Ein Liebesdreieck kann man hineininterpretieren, muss man aber nicht. Und da schmerzt mir mein Herz ein bisschen. Ich hätte Thon viel lieber mit Riley gesehen, aber es wird recht früh deutlich, dass er wahrscheinlich doch nur ein guter Freund ist. (Er wird ja nicht mal im Klappentext erwähnt.)

Die Welt der Silberschwingen ist sehr spannend. Aufkommende Fragen beantwortet die Autorin beinahe umgehend und Hintergrundinfos habe ich aufgesogen wie ein Schwamm. 
Am Ende des Buches wurden viele meiner Problempunkte aufgelöst und ich bin gespannt ob ich mich mit dem zweiten Band etwas mehr anfreunden kann.


 

Ich habe das Buch sehr genossen, auch wenn ich manchmal echt Probleme mit einigen Handlungen und Denkweisen hatte.
Das Buch hatte dank des süffigen Schreibstils von Emily Bold einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte und ich bin gespannt ob mir der zweite Teil besser gefallen wird.

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