Mittwoch, 4. Juli 2018

[Rezension] Der Schein - Ella Blix




Alina ist neu auf dem Internat Hoge Zand auf der kleinen Ostseeinsel Griffiun. Eines Nachts sieht Alina aus einem der Turmzimmer ein dunkles Schiff am Horizont, das seltsame Blitze über das angrenzende Naturschutzgebiet schießt. Auf der Suche nach Antworten trifft sie in den Dünen auf Tinka, der sie sich sofort auf unheimliche Weise verbunden fühlt. Das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung weiß viel mehr, als sie wissen dürfte und verschwindet immer wieder spurlos. Als Alina mit Hilfe der Lonelies, ihrer neuen Freundes-Clique, versucht, den Rätseln der kleinen Insel auf die Spur zu kommen, macht sie eine Entdeckung, die alles in Frage stellt, was sie jemals für wahr gehalten hat …
Bild- und Textquelle: Arena



Der Schein wurde von zwei bekannten Autorinnen unter einem gemeinsamen Pseudonym geschrieben. Von einer der beiden Autorinnen, Antje Wagner, habe ich vor einigen Jahren Unland gelesen und sehr gemocht.

Gemeinsam haben die beiden einen spannenden Jugendthriller geschaffen, der mit dem Internat, in dem unheimliche Dinge vorgehen, das Rad bestimmt nicht neu erfindet, ihm aber neuen Schwung gibt.
Doch Momentan mal ... dachte ich nicht gerade noch, dass die Romanidee nicht ganz originell ist? Das ändert sich zur Mitte des Romans gen Ende, denn die beiden Schreiberlinge können mit einem Ende aufwarten, dass ich so nicht erwartet hätte.

Ich möchte zu der Wende nicht allzu viel sagen, das würde allen zukünftigen Lesern die Überraschung nehmen. Ich möchte nur so viel dazu sagen: ich mag die kreative Idee dahinter sehr. Die Autorinnen haben lose Fäden sehr kreativ miteinander verknüpft. Leider war mir persönlich die Auflösung etwas zu kreativ und abwegig und der Weg dahin mit einigen unnötigen Passagen gespickt.

Der Schreibstil ist dem Genre entsprechend sehr jugendlich gehalten und konnte mich gut unterhalten. Der Roman besteht aus Abschnitte, die in Alinas Gegenwart angesiedelt sind, sowie aus Ausschnitten aus ihrem Tagebuch - Gegenwart und Vergangenheit.

Der Hauptcharakter Alina schleppt einigen Ballast mit sich rum und tut sich erst mal schwer mit ihrem neuen Zuhause. Langsam erwärmt sie sich jedoch für die Insel und mit ihr der Leser zu ihr.
Ihre neuen Freunden scheinen ein bunt zusammengewürfelter Haufen zu sein, in dem jeder irgendwie total anders ist. Im Laufe der Handlung wachsen sie jedoch alle immer mehr zusammen und es gibt ein paar schöne Momente, in denen sie gemeinsam gegen den Rest der Welt sein müssen.




 Dieser Roman weiß es seine Leser mit einer spannenden Wende zu überraschen und enthält kleine Botschaften zum Thema Anderssein und Freundschaft.
Für mich war das Buch jedoch nicht perfekt, denn die Handlung war mir hin und wieder etwas zu sperrig, aber im Großen und Ganzen war es ein Buch, dass mich für ein paar Stunden gut unterhalten konnte.

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