Donnerstag, 7. Februar 2019

[Rezension] Sarina Bowen- The Ivy Years. Solange wir schweigen




Michael Graham ist geschockt, als er erfährt, dass das neueste Mitglied seines Eishockeyteams ausgerechnet John Rikker ist – der Einzige, der Michaels größtes Geheimnis kennt. Michael weiß augenblicklich, dass für ihn nun alles auf dem Spiel steht, was er sich am Harkness College aufgebaut hat. Aber sein Plan, John wenigstens abseits des Spielfelds aus dem Weg zu gehen, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn auch nach all den Jahren kann John mit einem einzigen Lächeln seine Welt aus den Angeln heben ... 

(Bild- und Textquelle: Lyx)

 
Liebe Freunde der New Adult Lektüre - darf ich Euch präsentieren: mein (bisher) liebster Teil der The Ivy Years Reihe von Sarina Bowen.

Ich habe schon immer gerne Gay Romance gelesen und ich finde es toll, dass sie jetzt auch in Mainstream Romanen vermehrt vorkommt.

John Rikker wechselt nach einem Vorfall mit seinem Hockeyteam ans Harkness College und mischt das Team gehörig auf. Er ist laut und lustig - und verdammt schwul. Daran müssen sich seine Teamkollegen erstmal gewöhnen - manche händeln das ganz gut, andere nicht so sehr.
Rikker hatte es in seinem Leben und besonders rund um sein Coming Out nicht leicht, aber gerade das macht ihn so menschlich. Er ist verletzlich und das gesteht er sich auch selbst ein. Er macht das Beste daraus und geht seinen Weg und versucht alles, damit ihn andere nicht mehr so verletzten können wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Michael Graham ist das komplette Gegenteil von Rikker. Er tut alles was er kann, damit nicht herauskommt, dass er eigentlich nicht auf Mädchen steht. Ein Ereignis in der Vergangenheit macht ihm unheimliche Angst vor einem Coming Out.

Die Liebesgeschichte von Rikker und Graham beginnt wie so viele in diesem Genre: sie mögen sich, versuchen es aber nicht zu zu lassen. Und dann ist da noch ihre gemeinsame Schulzeit, die der Leser in Flashbacks zu sehen bekommt. Man erfährt genau warum Rikker so offen und direkt ist und Graham sich und seine Gefühle lieber hinter einer Mauer verschließen würde wollen. Ich mag die beiden sehr zusammen.
Es gibt ein Wiedersehen mit altbekannten und geliebten Figuren - Hartley ist wieder Teamkapitän und steht von Anfang hinter seinem neuen Spieler. Hartley ist schon eine coole Socke und ein verdammt guter Kapitän und Freund. 

Und auch Bella ist ein genialer Nebencharakter. Sie ist promiskuitiv und steht dazu. Als Student Manager (oder so ähnlich, das Buch liegt zum Nachschlagen leider nicht in Reichweite) hat sie alle Spieler an der kurzen Leine. Man könnte meinen, dass sie sehr oberflächlich ist, aber man merkt, dass sie eine gewissen Leere in sich versucht zu füllen und dass sie eine wunderbare Freundin ist. Genau deswegen freue ich mich darauf, sie im nächsten Band näher kennenzulernen.


 
Solange wir schweigen beschäftigt sich mit Vorurteilen, dem Finden zur eigenen Identität und wie man dann am Ende auch wirklich zu ihr steht. Es geht um echte reelle Freundschaften und dem eigenen Akzeptieren, dass die Liebe eben nicht immer so aussieht wie man es gerne hätte.

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